{"id":371,"date":"2014-01-08T12:56:22","date_gmt":"2014-01-08T10:56:22","guid":{"rendered":"https:\/\/evol-forum.ch\/dei-en\/?page_id=371"},"modified":"2018-07-19T14:53:27","modified_gmt":"2018-07-19T12:53:27","slug":"chapter-2-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evol-forum.ch\/dei-en\/apocalypse-of-john\/chapter-2-3\/","title":{"rendered":"Chapter 2-3"},"content":{"rendered":"<h1><strong>2. Kapitel<\/strong><\/h1>\n<h2>Die 7 Sendschreiben<\/h2>\n<p>\u201eEs ist bedeutsam, dass die Offenbarung, welche Johannes vom Menschensohn empfangen hat, mit sieben seelsorgerlichen Briefen an die Engel der sieben Gemeinden er\u00f6ffnet wird. Die eigentliche Apokalypse, beginnend mit der Entr\u00fcckung des Johannes vor den Thron Gottes, schildert in imaginativen Bildern die Prozesse der L\u00e4uterung dieser Sch\u00f6pfung. Gottes Pl\u00e4ne und Kr\u00e4fte werden in ihrer siebenf\u00e4ltigen Wirksamkeit in mehreren Bilderzyklen geschaut. Stets geht es um Auseinandersetzungen in den verschiedenen Stufen der Menschwerdung, um Kr\u00e4fte, die sich dem Heil entgegenstellen, die Menschen in ihren Bann ziehen und schlie\u00dflich doch den Weg frei geben m\u00fcssen, damit aus der alten die neue Sch\u00f6pfung hervorgehen kann und die Menschen aus allen Zeiten und V\u00f6lkern im Neuen Jerusalem ewige Heimat finden. Was hier geschaut wird, ist Passion, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt der Menschheit.<\/p>\n<p>Die Entwicklungsstufen der Menschheit, wie sie in der Offenbarung gespiegelt sind, wiederholen sich in gewisser Weise auch in der Entwicklung jedes einzelnen Menschen. Es geht in dieser Entwicklung um die Verbindung zu Gott, welche durch das Lamm, das Opfer Christi, neu erschlossen worden ist. Diese Entwicklungsphasen sind in ihren Tendenzen bildhaft von Johannes geschaut worden: in den Gefahren und Chancen, den Unterdr\u00fcckungen und Befreiungen, den Anfeindungen und Gnadenwegen. Oft wurden die sieben Gemeinden auch mit den sieben Chakras entlang der Wirbels\u00e4ule in Verbindung gebracht. Alle Chakras m\u00fcssen zusammen wirken, auch wenn wir in bestimmten Lebensphasen mit der Entfaltung eines Chakras besonders besch\u00e4ftigt sind.\u201c(Schwendener &#8211; 8.8)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Sendschreiben an die 1. Gemeinde in Ephesus<\/h2>\n<p>1 Dem Engel der Gemeinde in \u201eEphesus\u201c schreibe: Das sagt, der da h\u00e4lt die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern:<\/p>\n<p>2 Ich kenne deine Werke und deine M\u00fchsal und deine Geduld und wei\u00df, dass du die B\u00f6sen nicht ertragen kannst; und du hast die gepr\u00fcft, die sagen, sie seien Apostel und sind\u2018s nicht, und hast sie als L\u00fcgner befunden<\/p>\n<p>3 und hast Geduld und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht m\u00fcde geworden.<\/p>\n<p>4 Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verl\u00e4sst.<\/p>\n<p>5 So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Bu\u00dfe und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich \u00fcber dich kommen und deinen Leuchter wegsto\u00dfen von seiner St\u00e4tte &#8211; wenn du nicht Bu\u00dfe tust.<\/p>\n<p>6 Aber das hast du f\u00fcr dich, dass du die Werke der Nikola\u00eften hassest.<\/p>\n<p>7 Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer \u00fcberwindet, dem will ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.<\/p>\n<p>Der Menschensohn gab dem Erzengel von Ephesus Lob f\u00fcr die Geduld, da sich die Gemeinde mit selbsternannten und Halbwahrheiten verbreitenden Wanderaposteln auseinandersetzen musste und diese weggewiesen hat. Jesus ermahnt ihn auch, Bu\u00dfe zu tun und zur Liebe aller zur\u00fcckzukehren, auch f\u00fcr die Verwirrten. Ephesus als erste Gemeinde scheint sich an der N\u00e4chstenliebe messen zu lassen, denn wenn Jesus wieder erscheint, wird er die Seelen an ihrer gelebten N\u00e4chstenliebe unterscheiden, bevor er sie geistig auferstehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Anmerkung: Es gibt in der Geschichtsschreibung jedoch keine Nikola\u00eften, deshalb wird heute angenommen, dass mit den Nikola\u00eften (aus nikao=verschlingen und laos=Volk), einfach die Ungl\u00e4ubigen und geistig Toten gemeint waren. Es ging um die Seelen-Trennung und darum, die Reinen der Gemeinde vor \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Sendschreiben an die 2. Gemeinde in Smyrna<\/h2>\n<p>8 Und dem Engel der Gemeinde in \u201eSmyrna\u201c schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden:<\/p>\n<p>9 Ich kenne deine Bedr\u00e4ngnis und deine Armut &#8211; du bist aber reich &#8211; und die L\u00e4sterung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind\u2018s nicht, sondern sind die Synagoge des Satans.<\/p>\n<p>10 F\u00fcrchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gef\u00e4ngnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedr\u00e4ngnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.<\/p>\n<p>11 Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer \u00fcberwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode.<\/p>\n<p>Der Erzengel von Smyrna erhielt das k\u00fcrzeste Sendschreiben und \u00fcber die Gemeinde wurde nichts vorgebracht.<\/p>\n<p>Eingegangen wird auf die Angriffe durch die j\u00fcdische und den Pharis\u00e4ern zugewandte Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, mit den machtvollen Worten, sich nicht vor der Synagoge des Satans (die dem Gegenspieler dient) zu f\u00fcrchten und dem Christentum der Liebe die Treue zu halten, bis in den (materiellen k\u00f6rperlichen) Tod.<\/p>\n<p>Die Bedr\u00e4ngnis von 10 Tagen sollte wieder nicht w\u00f6rtlich sondern symbolisch verstanden werden, denn sie steht f\u00fcr die Verfolgung durch unsere Bekenntnis zu ihm als unserem K\u00f6nig und Erl\u00f6ser, da wir deshalb in unserer Welt und Ebene geistig verfolgt, gefangengenommen oder gar get\u00f6tet werden von Haniel und den Asuras.<\/p>\n<p>Doch wer Christus treu bleibt bis \u00fcber den irdischen Tod hinaus, der empf\u00e4ngt die \u201eKrone des Lebens\u201c aus den H\u00e4nden unseres Erl\u00f6sers. Er wird auch nach dem Seelengericht der Wendezeit leben und den zweiten (geistigen) Tod nicht erfahren.<\/p>\n<p>Anmerkung: Smyrna war &#8211; wie Ephesus und Pergamon &#8211; zu dieser Zeit eine gro\u00dfe, m\u00e4chtige Stadt, und als Handelsstadt mit eigenem Hafen war sie materiell gesehen viel reicher als die anderen und damit auch umk\u00e4mpfter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Sendschreiben an die 3. Gemeinde in Pergamon<\/strong><\/h2>\n<p>12 Und dem Engel der Gemeinde in \u201ePergamon\u201c schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert:<\/p>\n<p>13 Ich wei\u00df, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du h\u00e4ltst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch get\u00f6tet wurde, da, wo der Satan wohnt.<\/p>\n<p>14 Aber einiges habe ich gegen dich: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verf\u00fchren, vom G\u00f6tzen-Opfer zu essen und Hurerei zu treiben.<\/p>\n<p>15 So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikola\u00eften halten.<\/p>\n<p>16 Tue Bu\u00dfe; wenn aber nicht, so werde ich bald \u00fcber dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes.<\/p>\n<p>17 Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer \u00fcberwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen wei\u00dfen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Der Erzengel der Gemeinde wird gelobt f\u00fcr seine Glaubenstreue, trotz der T\u00f6tung von Anitpas im Tempel der Pharis\u00e4er, die unbewusst &#8211; weil gegen Christus wirkend &#8211; dem Antichristen dienen.<\/p>\n<p>Bei Pergamon hat das \u201escharfe zweischneidiges Schwert\u201c besondere Bedeutung, die Johannes schon bei der Eingangsvision gesehen hat. Dieses Bild finden wir auch bei Apostel Paulus, mit dem \u201ezweischneidigen Schwert der Macht des erwachten Geistes\u201c. Es soll die falschen Propheten, Sekten und Anh\u00e4nger der Asuras trennen von den erwachenden Licht-Wesen im neuen Christgeist.<\/p>\n<p>Und es wird verlangt &#8211; trotz der vielen Verbindungen und Ber\u00fchrungen im Alltag &#8211; dass keine heidnischen Religionsf\u00fchrer geduldet werden. Deren alte Lehren und G\u00f6tter, die zur Unzucht verf\u00fchren und f\u00fcr ihre G\u00f6tzen Opferung von Fleisch verlangen, um es nachher essen, sind dunkle M\u00e4chte, die die Menschen immer tiefer binden statt sie zu befreien. Doch wer solchem widersteht und sich dem Geist des Lebens zuwendet, dem wird Jesus geistige Nahrung (Manna) geben und einen wei\u00dfen Stein; auf dem unser neuer alter Seelenname aus der geistigen Welt steht.<\/p>\n<p>Anmerkung: Zu dieser Zeit war Pergamon mit vielen Kaiser-, Zeus-, Juden- und anderen Tempeln das Zentrum der r\u00f6mischen Herrschaft in Kleinasien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Sendschreiben an die 4. Gemeinde in Thyatira<\/h2>\n<p>18 Und dem Engel der Gemeinde in \u201eThyatira\u201c schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen und seine F\u00fc\u00dfe sind wie Golderz:<\/p>\n<p>Beim Brief an den Erzengel von Thyatira nennt sich Jesus erstmals \u201eSohn Gottes\u201c, und er best\u00e4tigt auch die Visionen Johannes, indem er seine Beschreibung am Anfang \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>19 Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und deine Geduld und wei\u00df, dass du je l\u00e4nger je mehr tust.<\/p>\n<p>So bekommt diese Gemeinde gro\u00dfen Zuspruch, denn sie hat den neuen Christus-Geist erfasst und versucht bestm\u00f6glich nach diesen Tugenden zu leben.<\/p>\n<p>Die 4 genannten Werke des Bewusstseins Liebe, Glauben, Dienst und Geduld entsprechen auch den bisherigen 4 Briefinhalten, denn bei Ephesus ging es um die Liebe, bei Smyrna um die Geduld, bei Pergamon um den Glauben und bei Thyatira um den hingebungsvollen Dienst.<\/p>\n<p>Die 4. Gemeinde in der Mitte bildet die Standachse und die tragende Leuchte.<\/p>\n<p>\u201eDiese tragende Leuchte ist schon bei der urbildlichen Beschreibung des Leuchters (2. Mose 25, 34) speziell hervorgehoben. \u201eDer Leuchter selbst aber soll vier Kelche &#8211; die Knoten mit den Blumen &#8211; in der Form von Mandelbl\u00fcten haben, n\u00e4mlich einen unter dem ersten R\u00f6hrenpaar, ferner einen Knoten unter dem zweiten R\u00f6hrenpaar und noch einen Knoten unter dem dritten R\u00f6hrenpaar, die von dem Leuchter ausgehen.\u201c W\u00e4hrend die andern Lampen je drei Mandelbl\u00fcten an ihren R\u00f6hren haben, besitzt die mittlere, tragende R\u00f6hre vier Mandelbl\u00fcten, wovon die drei unteren jeweils auch als zus\u00e4tzliche mittlere Bl\u00fcte der drei gebogenen Rohre zu sehen sind und so eine Verbindung herstellen zwischen der 1. und 7., der 2. und 6., der 3. und 4. Lampe. (&#8230;)<\/p>\n<p>Die Mitte der Zeit steht f\u00fcr jene Zeit, wo die Menschen das Gottesverh\u00e4ltnis aus der irdischen Realit\u00e4t heraus neu zu verwirklichen haben. Darum ist die Mitte der Zeit auch jener Moment, wo Gott sich im tiefsten herabl\u00e4sst in die Welt der Sch\u00f6pfung, um dieser eine Wende zu geben und seine Herrschaft auch irdisch zu begr\u00fcnden und aufzurichten.\u201c (Schwendener &#8211; 8.9)<\/p>\n<p>20 Aber ich habe gegen dich, dass du Isebel duldest, diese Frau, die sagt, sie sei eine Prophetin, und lehrt und verf\u00fchrt meine Knechte, Hurerei zu treiben und G\u00f6tzenopfer zu essen.<\/p>\n<p>21 Und ich habe ihr Zeit gegeben, Bu\u00dfe zu tun, und sie will sich nicht bekehren von ihrer Hurerei.<\/p>\n<p>22 Siehe, ich werfe sie aufs Bett und die mit ihr die Ehe gebrochen haben in gro\u00dfe Tr\u00fcbsal, wenn sie sich<\/p>\n<p>nicht bekehren von ihren Werken,<\/p>\n<p>23 und ihre Kinder will ich mit dem Tode schlagen. Und alle Gemeinden sollen erkennen, dass ich es bin, der die Herzen und Nieren erforscht, und ich werde geben einem jeden von euch nach euren Werken.<\/p>\n<p>Doch nun folgen auch Belehrungen zu Missst\u00e4nden und die Erkl\u00e4rungen dazu, denn die Christen sollten keine Opfer darbringen, keine Unzucht treiben und kein G\u00f6tzenopferfleisch oder Blut zu sich nehmen. Dies war jedoch im Alltag und bei Einladungen nicht leicht und diese Regeln sind in Thyatira von einer Prophetin oder einem weiblichen Kult aufgehoben oder vermischt worden. So diese nicht erkennen und aufh\u00f6ren, werden sie die Auswirkungen ihres Tuns selbst ertragen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201eIn der Auslegung dieser Passage nehmen die einen an, dass es sich hier um eine reale Frau handelt, allenfalls sogar mit dem Namen Isebel. Man vertrat aufgrund altkirchlicher Notizen die Ansicht, dass es sich hier um die Frau des Vorstehers handelt, welche in den sybellinischen Orakeln in Thyatira t\u00e4tig war. Andere nehmen an, dass der Name Isebel symbolisch zu deuten ist, dass Isebel f\u00fcr eine synchretistische Tendenz in der Gemeinde steht; denn der Name \u201eIsebel\u201c bezeichnet jene Frau im Alten Testament (1. K\u00f6n. 16,31; 21,25f; 2. K\u00f6n. 9,22), die als ph\u00f6nizische Ehefrau des schw\u00e4chlichen K\u00f6nigs Ahab fremde Kulte nach Jerusalem gebracht hat, die allenfalls sogar die heilige Prostitution beinhaltet haben. So wurde Isebel zum Symbol des Abfalls von Gott. Auch der Begriff der Hurerei erh\u00e4lt damit eine symbolische Note. Prostitution meint dann, dass das Volk Gottes oder die Gemeinde den Umgang mit andern G\u00f6ttern zul\u00e4sst. In dieser Weise wird der Begriff Hurerei auch sp\u00e4ter in der Apokalypse verwendet. Auffallend ist hier, dass diese Isebel von der Gemeinde geduldet wird, also eine wichtige Stellung und gro\u00dfe Anerkennung genie\u00dft, und dass selbst der Menschensohn erneut ihr eine Umkehr zutraut, wenn auch jetzt mit einer Androhung, die charakteristisch ist f\u00fcr dieses vierte Sendschreiben.\u201c (Schwendener &#8211; 8.10)<\/p>\n<p>24 Euch aber sage ich, den andern in Thyatira, die solche Lehre nicht haben und nicht erkannt haben die Tiefen des Satans, wie sie sagen: Ich will nicht noch eine Last auf euch werfen;<\/p>\n<p>25 doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.<\/p>\n<p>26 Und wer \u00fcberwindet und h\u00e4lt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben \u00fcber die Heiden,<\/p>\n<p>27 und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gef\u00e4\u00dfe eines T\u00f6pfers soll er sie zerschmei\u00dfen,<\/p>\n<p>28 wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater; und ich will ihm geben den Morgenstern.<\/p>\n<p>29 Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!<\/p>\n<p>Jesus ermahnt den Rest der Gemeinde, die nicht damit konfrontiert wurden, sie sollen bei ihren guten Werken bleiben und sich nicht von den Manipulationen der Asuras beeinflussen lassen, um ihre Seelen nicht zu belasten. Denn in der Mitte der Zeit kann durch alte Praktiken kein Gottesbewusstsein erreicht werden, sondern nur durch Hinwendung zur einen allumfassenden Gottheit, durch die Messiaskraft des Sohnaspektes, k\u00f6nnen wir erl\u00f6st werden. Und so wir dies tun, wird er uns die unbesiegbare Kraft des heiligen (Pfingst-)Geistes eingeben in unseren g\u00f6ttlichen Funken und uns als Morgenstern in seine Liebe und Erl\u00f6sung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Dazu dient der Vergleich der Kr\u00e4fte des zerbrechlichen Tongef\u00e4\u00dfes (der falschen Lehren und Halbwahrheiten aus Haniel im Au\u00dfen) mit dem Stab der Erl\u00f6sungskraft (der Selbst- und Gottes-Erkenntnis).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>3. Kapitel<\/h1>\n<h2>Sendschreiben an die 5. Gemeinde in Sardes<\/h2>\n<p>1 Und dem Engel der Gemeinde in \u201eSardes\u201c schreibe: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne:<\/p>\n<p>Sardes kommt nun die spezielle Einsicht in diese Ganzheit zu, dass Christus vielf\u00e4ltig sich offenbart und in jeder Zeit einen Teil seiner Herrlichkeit offenbart, nachfolgend im Wandel vom materiellen Sein und Verstand zur\u00fcck zum geistigen Leben\/Kleid\/K\u00f6rper der Liebe.<\/p>\n<p>Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot.<\/p>\n<p>Hier wird das leere Wort getadelt, denn es geht beim Christus-Bewusstsein darum, dass es sich laufend im liebevollen Handeln manifestiert und nicht blo\u00dfe Theorie bleibt. Heute nennt man das auch \u201eNamenschristentum\u201c, damit ist praktisch gemeint, dass viele Menschen \u201eChristen\u201c sind, weil sie einer christlichen Kirche angeh\u00f6ren, doch dies basiert meistens lediglich auf dem Papier in ihren Geburtsurkunden und hat wenig damit zu tun, dass sie Christus erfasst haben oder seiner Lehre folgen.<\/p>\n<p>2 Werde wach und st\u00e4rke das andere, das sterben will, denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott.<\/p>\n<p>Nun wird der Erzengel ermahnt aus dem materiellen Sein zu erwachen und das \u201eGeistige Leben\u201c nicht sterben zu lassen. Sonst nimmt das \u201eirdisch materielle Leben\u201c \u00fcberhand und der erwachte Funke vergl\u00fcht. Die Werke einer jeden Seele werden in ihrem g\u00f6ttlichen Funken von und vor der Gottheit erkennbar, und vor allem die Erzengel sollten nach g\u00f6ttlicher Vollkommenheit ihres Handelns streben.<\/p>\n<p>3 So denke nun daran, wie du empfangen und geh\u00f6rt hast, und halte es fest und tue Bu\u00dfe! Wenn du aber nicht wachen wirst, werde ich kommen wie ein Dieb und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich \u00fcber dich kommen werde.<\/p>\n<p>Christus erinnert ihn an sein urspr\u00fcngliches Sein und daran, die erl\u00f6senden Gaben und Worte zu bewahren und immer geistig wach zu sein. Diese Geisteshaltung ist auch f\u00fcr uns wichtig, damit wir geistig wach und bewusst werden, denn sonst merken wir nicht, wenn Jesus dann wirklich kommt.<\/p>\n<p>4 Aber du hast einige in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben;<\/p>\n<p>Jesus sagt, dass einige der Gemeinde ihre Kleider, also ihre K\u00f6rper und Bewusstseine rein gehalten haben und damit bereits ein neues Bewusstsein\/Gewand errungen haben f\u00fcr ihren geistigen Aufstieg.<\/p>\n<p>die werden mit mir einhergehen in wei\u00dfen Kleidern, denn sie sind es wert.<\/p>\n<p>5 Wer \u00fcberwindet, der soll mit wei\u00dfen Kleidern angetan werden,<\/p>\n<p>So wird jeder von uns nur in einem wei\u00dfen Bewusstseinskleid \u00fcberwinden und mit ihm aufsteigen k\u00f6nnen in die Geistige Welt und in ein weiteres wei\u00dfes Gewand gekleidet werden, als Symbol f\u00fcr den reinen Auferstehungsleib (den wir dereinst empfangen, wenn wir in die geistige Welt zur\u00fcckkehren).<\/p>\n<p>und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.<\/p>\n<p>So wird Jesus Christus diese Seelen im Aufstieg nicht entfernen aus dem Buch des Lebens der Gottzugewandten (auch Akasha-Chronik genannt, in der alle Seelen verzeichnet sein sollen). Und er selbst werde diese Wesen vor Gottvater beim Namen nennen, was ihre Erl\u00f6sung bedeutet.<\/p>\n<p>6 Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!<\/p>\n<p>\u201eAuf dem durch die sieben Gemeinden bezeichneten Weg ist Sardes die f\u00fcnfte Gemeinde, also die erste Gemeinde nach der mittleren, der vierten Gemeinde, welche ich als die Mitte der Zeit gedeutet habe. (&#8230;) Und sie ist die erste Gemeinde einer neuen Dreiheit, welche nach der Mitte der Zeit die erste Dreiheit auf einer neuen Stufe und in der Kraft der Mitte, der Einsetzung des Menschensohns als Gottessohn und Messias, wiederholt.\u201c (Schwendener &#8211; 8.11)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Sendschreiben an die 6. Gemeinde in Philadelphia<\/h2>\n<p>7 Und dem Engel der Gemeinde in \u201ePhiladelphia\u201c schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schl\u00fcssel Davids, der auftut, und niemand schlie\u00dft zu, der zuschlie\u00dft, und niemand tut auf:<\/p>\n<p>Jesus nennt sich nun den Heiligen und Wahrhaftigen, der \u00fcber die Merkaba (dem Schl\u00fcssel Davids mit dem Sechsstern als ihrem zweidimensionalen Abbild), den Seelen den Zugang in ihnen er\u00f6ffnet, den au\u00dfer ihm auch niemand schlie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>8 Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine T\u00fcr aufgetan und niemand kann sie zuschlie\u00dfen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.<\/p>\n<p>Der Erzengel der Gemeinde Philadelphia wird gelobt f\u00fcr seine Standhaftigkeit in der Bewahrung und Verbreitung seiner Worte, auch wenn dessen Kraft klein ist im Verh\u00e4ltnis zu Eioua. Das gilt f\u00fcr uns ebenso, denn unsere Bem\u00fchungen werden anerkannt und die innere T\u00fcr wird uns (von der geistig-seelischen Seite her) ge\u00f6ffnet. Das Tor zum wahren ganzheitlichen Leben in der geistigen Welt wird uns aufgetan, so wir uns dem Liebes-Lamm zuwenden und Jesus als unseren Erl\u00f6ser anerkennen (und dadurch eben nicht mehr \u201everleugnen\u201c). Da dies in unserem Innern geschieht, aus dem g\u00f6ttlichen Funken in uns und aus unserem freien Willen, kann es von niemandem verhindert werden.<\/p>\n<p>9 Siehe, ich werde schicken einige aus der Synagoge des Satans, die sagen, sie seien Juden und sind\u2018s nicht, sondern l\u00fcgen; siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen sollen und zu deinen F\u00fc\u00dfen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.<\/p>\n<p>Au\u00dfenstehende und falsche Prediger &#8211; die im Namen \u201eihrer\u201c G\u00f6tter und Kirchen gegen ihn reden, werden kommen und in ihm erfahrene G\u00f6ttlichkeit erkennen. Sie werden ihn anerkennen, weil er Gottes Liebe empfangen haben muss, um so strahlend zu leben und zu wirken.<\/p>\n<p>10 Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird \u00fcber den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen.<\/p>\n<p>Da der Erzengel seine liebevolle Geduld bewahrt hat, soll er auch bewahrt werden vor den asurischen Versuchungen, die die ganze Welt \u00fcberziehen werden. Stunde der Versuchung bedeutet hier der Moment, wo sich ein Wesen &#8211; unter einem gewissen Druck von au\u00dfen in einer bestimmten Entwicklung &#8211; f\u00fcr oder gegen die Wege der Gottheit entscheidet. Dies gilt auch wieder f\u00fcr uns, denn so wir Geduld bewahren, in der Liebe und im Verst\u00e4ndnis und im Gottesglauben bleiben (auch wenn das in der heutigen Zeit und dem jetzigen Machtsystem schwierig ist), werden wir die Versuchungen erkennen und sind gesch\u00fctzt vor dem, was im Au\u00dfen noch auf uns zukommen kann.<\/p>\n<p>11 Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme!<\/p>\n<p>Eioua sagt dem Erzengel sein baldiges Kommen voraus und er soll sich seine Krone nicht nehmen lassen (die reine Lehre seiner Worte und das Christusbewusstsein, durch das er ihm die T\u00fcr \u00f6ffnete). Doch Jesus Christus ermutigt auch uns genauso durchzuhalten und uns von niemandem unsere Glauben an ihn nehmen zu lassen, bis er wiederkommt und neue Verh\u00e4ltnisse schaffen wird auf Erden.<\/p>\n<p>12 Wer \u00fcberwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes,<\/p>\n<p>und er soll nicht mehr hinausgehen,<\/p>\n<p>Als \u201eTempel Gottes\u201c k\u00f6nnen wir einerseits das sp\u00e4ter folgende Bild von Johannes zum Thronsaal nehmen, der aus unz\u00e4hligen Wesen gebildet wird. Andererseits entspricht es dem g\u00f6ttlichen Funken, dem Tempel Gottes in uns, so wir diesen (und damit unsere Seele) der Gottheit weihen. Wenn ein Wesen dies tut, wird es ein Pfeiler des Tempel Gottes, da es innerlich mit ihm in Verbindung und Resonanz steht. Auch der einzelne Backstein in der ganzen Mauer oder im Fundament des \u201eneuen Jerusalem\u201c wird manchmal als Vergleich daf\u00fcr herangezogen.<\/p>\n<p>und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen.<\/p>\n<p>13 Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!<\/p>\n<p>So wir dies errungen haben, erhalten wir drei Namen im unsere Seelen geschrieben, den geistigen Namen der Gottheit, den geistigen Namen des neuen Jerusalem und den neuen geistigen Namen Christi f\u00fcr das aufsteigende Zeitalter des neuen (alten) Bewusstseins.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmerkung: Jerusalem steht hier mehrdeutig f\u00fcr das Reich Gottes auf Erden, das Christus-Bewusstsein in allen Seelen (Christus-Liebe in allen Herzen), und ebenso f\u00fcr eine neue Hauptstadt der Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Sendschreiben <\/strong><strong>an die 7. Gemeinde in Laodizea <\/strong><\/h2>\n<p>Mit der Zahl 7 geht es in den apokalyptischen Zyklen immer um die letzte Stufe der Vollendung.<\/p>\n<p>14 Und dem Engel der Gemeinde in \u201eLaodizea\u201c schreibe: Das sagt, der Amen hei\u00dft,<\/p>\n<p>Normalerweise werden Gebete und Liturgien mit \u201eAmen\u201c abgeschlossen. Dieses heilige und starke \u201eMantra\u201c der 3 Abrahamistischen Religionen ist hier nicht nur der Ausdruck eines Wunsches, denn es bedeutet ebenso \u201ees ist\u201c. Der Gottessohn ist selber das Amen, das letzte Ziel des Menschen zur\u00fcck zur Gottheit. Jesus begann seine Lehrreden oft mit einem doppelten \u201eAmen\u201c, denn im Amen lebt seine ganze Kraft der Auferstehung. Das Wort \u201eAmen\u201c enthalte alles, was f\u00fcr den Menschen erreichbar ist.<\/p>\n<p>der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Sch\u00f6pfung Gottes:<\/p>\n<p>Der Ursprung hat sich zu erkennen gegeben als inkarnierter Gottesaspekt, dem \u201etreuen und wahrhaften Zeugen\u201c, der den Erl\u00f6sungs-Plan f\u00fcr uns entfaltet.<\/p>\n<p>15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm w\u00e4rest!<\/p>\n<p>16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.<\/p>\n<p>Jesus ermahnt den Erzengel von Laodizea sich klar zu entscheiden und zu wirken. Die Lauen sind die ewig Unentschlossenen oder Meinungslosen, die gleichg\u00fcltig ihr Leben durchleben. Hei\u00df und Kalt stehen f\u00fcr klare Bekenntnisse, und so wir uns nicht klar zu ihm bekennen, haben wir keinen Raum in seinem Seelenplan.<\/p>\n<p>17 Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!, und wei\u00dft nicht, dass du elend und j\u00e4mmerlich bist, arm, blind und blo\u00df.<\/p>\n<p>Arm, blind und blo\u00df beziehen sich auch auf die geistige und die seelische Ebene.<\/p>\n<p>Anmerkung: Die drei folgenden Vorw\u00fcrfe werden damit erkl\u00e4rbar, dass Laodizea eine reiche Stadt war, bekannt f\u00fcr ihre Textilien und die Augenheilmittel. Doch Gold, Kleider und Augensalbe sind Metaphern f\u00fcr die Erkl\u00e4rung der Christusfolge, des Glaubensbekenntnisses und des geistigen Bewusstseins.<\/p>\n<p>18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer gel\u00e4utert ist, damit du reich werdest,<\/p>\n<p>Die Gewinnung des reinen Goldes durch Feuererhitzung des Rohmaterials wird hier zum Symbol f\u00fcr die Verwandlung der irdisch verg\u00e4nglichen und vermischten Existenz in ein reines himmlisches Leben. Uns wird die Auferstehung des neuen Leibes verhei\u00dfen, doch wie ist gemeint, dass wir dieses \u201eGold\u201c von unserem Erl\u00f6ser kaufen sollen? Die Gottheit w\u00fcnscht daf\u00fcr nur, dass wir uns bem\u00fchen zu sein, was wir in unserer Seele sind. Wir geben Gottesliebe und N\u00e4chstenliebe und Er erm\u00f6glicht uns unser wahres geistiges Sein in unserem vollen Potential.<\/p>\n<p>und wei\u00dfe Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Bl\u00f6\u00dfe nicht offenbar werde,<\/p>\n<p>Wei\u00dfe Kleider sind wieder ein Bild oder eine Auszeichnung der reinen und vollkommenen Seelen, die sich im Gottesglauben gel\u00e4utert haben. Da in der Ewigkeit der Geistigen Welten unser seelisches Leben offen sichtbar sein wird, soll es uns wie ein Kleid umh\u00fcllen. Wenn unser Seelenleben armselig, nichtig und leer ist, wird es sein als w\u00e4ren wir nackt, doch ehrliche Bem\u00fchung und Gottesglaube werden uns in wei\u00dfe Kleider h\u00fcllen.<\/p>\n<p>und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen m\u00f6gest.<\/p>\n<p>Dieses gnostische Sehen betrifft die spirituelle Dimension der sichtbaren Welt und die wahrhafte Erkenntnis unseres Seins, und daraus die Verwirklichung unserer Menschwerdung.<\/p>\n<p><strong>Anmerkung: <\/strong>Oft machen wir uns vieles selbst vor als innere Entschuldigung unseren eigenen Schw\u00e4chen, erkl\u00e4ren die \u00e4u\u00dfere sichtbare Welt nach unserem beschr\u00e4nkten Wissen und nach \u00e4u\u00dferlichen Gegebenheiten. Um geistig zu sehen, was von der Gottheit wirklich f\u00fcr uns bereitet und vorgesehen ist, dazu reichen die angeeigneten Weltbilder und erlernten Formeln aus Religionsb\u00fcchern nicht. Doch wir k\u00f6nnen vom Gottessohn selber die Augensalbe kaufen, die uns geistig sehend macht, indem wir uns bem\u00fchen, die Gottheit und ihre Sch\u00f6pfung und uns selbst darin zu sehen, denn alles ist eins im g\u00f6ttlichen Bewusstsein.<\/p>\n<p>19 Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und z\u00fcchtige ich. So sei nun eifrig und tue Bu\u00dfe!<\/p>\n<p>Diese dreifache Weisung nach den drei Tadeln zeigt uns auch die Liebe und Geduld der Gottheit, wie sie uns sucht und um uns wirbt. Denn sie m\u00f6chte nicht, dass wir in der geistigen Entwicklung stehenbleiben und demzufolge nicht aufsteigen.<\/p>\n<p>20 Siehe, ich stehe vor der T\u00fcr und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme h\u00f6ren wird und die T\u00fcr auftut,<\/p>\n<p>Der Menschensohn klopft an in jeder Seele, mit leiser Stimme. Doch wir m\u00fcssen hinh\u00f6ren, aufstehen, zu unserer inneren Herzenst\u00fcre gehen und uns ihm \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Einladung! Christus h\u00e4lt das Abendmahl mit jedem einzelnen von uns, in Geschwisterliebe und Ebenb\u00fcrtigkeit.<\/p>\n<p><strong>Anmerkung: <\/strong>Wir sollten deshalb keine kriechenden, unterworfene Gl\u00e4ubige sein, sondern im Glauben an ihn verankerte und selbstbewusste Menschen, die ihre Bestimmung angenommen haben. Dieses Mahl ist auch ein Gleichnis f\u00fcr das Festessen zu unserer Heimkehr in die Geistige Welt.<\/p>\n<p>21 Wer \u00fcberwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich \u00fcberwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.<\/p>\n<p>\u00dcberwunden hat, wer dem geistigen und seelischen Sein mehr Bedeutung gibt als dem materiellen, und wer Reichtum in der Geistigen und nicht in der Materiellen Welt anstrebt. Das in Christus gereifte Menschsein erf\u00fcllt seine Bestimmung, welche mit ihm liebevoll vereint in den ganzen Kosmos und die Sch\u00f6pfungen hineinwirkt. Doch dazu m\u00fcssen unsere Herzen hei\u00df werden, denn lau wird es nicht gehen.<\/p>\n<p>22 Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eDas siebte Sendschreiben ist wie aus einem Guss formuliert. Es thematisiert die Diskrepanz zwischen Gottes G\u00fcte und des Menschen Tr\u00e4gheit. F\u00fcr Gott, respektive den Menschensohn, geht es ums Ganze und Letzte \u2013 dementsprechend lauten die Selbstpr\u00e4sentation am Anfang und die Verhei\u00dfung am Ende. Dann tritt der Mensch in das Blickfeld, der weder kalt noch hei\u00df ist. Kein Lob f\u00fcr diese Gemeinde. Sie wird sogleich mit dem markanten Bild des Ausspeiens als unannehmbar, tr\u00e4ge und selbstgerecht bezeichnet. Dieses negative Urteil wird dreifach begr\u00fcndet und mit einem dreifachen Rat erg\u00e4nzt. Die Gemeinde hat den Ernst der Sache Christi vergessen. Selbstgen\u00fcgsamkeit und Wohlstand stehen dazwischen und haben die Sicht auf das Letzte verdeckt. Diese Spannung charakterisiert das siebte Sendschreiben. Es fordert auf, die letzten Tiefen der g\u00f6ttlichen Verhei\u00dfung zu erkennen und von daher die Lauheit des Menschen vor Augen zu bekommen.\u201c <\/em><em>(Schwendener &#8211; 8.12)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Kapitel Die 7 Sendschreiben \u201eEs ist bedeutsam, dass die Offenbarung, welche Johannes vom Menschensohn empfangen hat, mit sieben seelsorgerlichen Briefen an die Engel der sieben Gemeinden er\u00f6ffnet wird. Die eigentliche Apokalypse, beginnend mit der Entr\u00fcckung des Johannes vor den Thron Gottes, schildert in imaginativen Bildern die Prozesse der L\u00e4uterung dieser Sch\u00f6pfung. 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