{"id":1280,"date":"2014-06-22T21:50:42","date_gmt":"2014-06-22T19:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/?page_id=1280"},"modified":"2018-10-24T18:04:17","modified_gmt":"2018-10-24T16:04:17","slug":"pyramiden-china","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/pyramiden-china\/","title":{"rendered":"Pyramiden in China"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Pyramiden in China<\/strong><\/h1>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In China gibt es eine Jahrtausende zur\u00fcckreichende Pyramiden-Kultur, und Sie werden erstaunt dar\u00fcber sein, wie viele und wie gro\u00dfe Pyramiden verschiedenster Art dort allein in den letzten 70 Jahren entdeckt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Pyramiden bei Xian<\/b><\/h2>\n<p>Xian liegt zwar nicht in der westlichen Region Taklamakan, doch hier in Zentralchina beginnen wir unsere \u00dcbersicht, denn hier findet sich auch der Ursprung der pr\u00e4historischen Banpo-Kultur, siehe Seite 624). Die Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi ist heute eine der 15 Unterprovinzst\u00e4dte Chinas mit fast 8 Millionen Einwohnern. Doch Xi\u2018an war bereits ab 250 v. C. die Hauptstadt des ersten Kaiserreiches und danach im Verlauf von 1\u2018120 Jahren von weiteren Kaiserh\u00e4usern. Meist unter dem Namen Chang\u2018an, der \u201eLanger Frieden\u201c bedeutet. Von hier aus wurden unter der Qin-Dynastie bis zum Jahre 221 v. C. alle rivalisierenden Reiche erobert und zum ersten Mal das gesamte chinesische Territorium unter einem Kaiser vereint. Das Chang\u2018an der Han-Zeit lag etwa 5 km nordwestlich der heutigen Stadt und hatte um die Zeitenwende schon 240\u2018000 Einwohner. Im Jahr 18 n. C. wurde die Stadt im \u201eAufstand der Roten Augenbrauen\u201c verw\u00fcstet, worauf die Kaiserfamilie die Hauptstadt nach Luoyang verlegte. Ab 582 n. C. wurde unter dem ersten Sui-Kaiser nahe dem heutigen Xi\u2019an die neue gewaltige Hauptstadt Daxing errichtet, die w\u00e4hrend der folgenden Tang-Dynastie ab dem Jahre 618 mit 88 Quadratkilometern Fl\u00e4che und einer Million Einwohnern bereits die gr\u00f6\u00dfte Stadt der Welt war. In dieser Zeit wurde sie wieder Chang\u2018an genannt, doch den Namen Xi\u2019an erhielt die Stadt erst im Jahre 1369 vom ersten Ming-Kaiser Hongwu. Das Stadtzentrum liegt heute noch innerhalb einer gewaltigen und fast vollst\u00e4ndig erhaltenen Stadtmauer aus der kaiserlichen Fr\u00fchzeit.<\/p>\n<p>Das \u201eTal der Kaiser\u201c von Xi\u2018an erstreckt sich auf dem Sichuan Plateau (Quin Chuan) \u00fcber fast 120 Kilometer entlang des Flusses Wei Ho, und es war f\u00fcr die Regentenfamilien Chinas so etwas wie das \u201eTal der K\u00f6nige\u201c bei Luxor f\u00fcr die \u00e4gyptischen Pharaone, denn um Xian stehen \u00fcber 100 Pyramiden. Ich hatte mich drei Jahre auf diese Reise vorbereitet und nach allen Beh\u00f6rdenh\u00fcrden und Papierkriegen darauf gefreut, diesen Ort endlich selber erleben und erkunden zu k\u00f6nnen. Die Satellitenbilder der dortigen Pyramiden sahen vielversprechend und gro\u00df aus, \u00e4hnlich wie die in \u00c4gypten und S\u00fcdamerika. Doch als ich nach der beschwerlichen Reise dort ankam, war ich zuerst entt\u00e4uscht, denn vom Boden und von der Seite her gesehen, sind diese pyramidalen Erdbauten flach, meist mit einem Neigungswinkel unter 10\u00b0, denn sie wurden mit Ger\u00f6ll und Bodenerde aufgeschichtet, deshalb auch die starke Erosion. Diese \u201ePyramiden\u201c sind also nicht aus Steinbl\u00f6cken aufgebaut, wie die 3 Megalith-Pyramiden in Giza oder die in S\u00fcdamerika, wo die 2 anderen Nachfahren-Linien der Atlanter sich niedergelassen hatten, wie hier die 3. Linie im Dreieck Indien, Tibet und China (siehe Buch GIZA VERM\u00c4CHTNIS Seite 146 ff.).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die dortigen Pyramiden definieren sich nach folgenden Kriterien:<\/p>\n<p>&#8211; Sie wurden auf der Erdoberfl\u00e4che aus Steinquadern aufgebaut und sind zwischen 30 bis 146 m hoch<\/p>\n<p>&#8211; Es wurden zuvor sorgf\u00e4ltig zugeschnittene und bearbeitete Steinbl\u00f6cke verwendet<\/p>\n<p>&#8211; Die Pyramiden beinhalten Kammern oder diese liegen unter den Pyramiden im Untergrund<\/p>\n<p>&#8211; Deren Bau wurde nach den 4 Himmelsrichtungen ausgerichtet<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch die Pyramiden von Xian erf\u00fcllen fast keines dieser Kriterien:<\/p>\n<p>&#8211; Sie wurden aus Ger\u00f6ll, Erde und Lehm aufgeschichtet und waren zwischen 25 bis 85 m hoch<\/p>\n<p>&#8211; Einige wenige wurden aus Lehmziegeln aufgebaut (so wie die rund 1\u2018000 Grab-Pyramiden in \u00c4gypten),<\/p>\n<p>Die meisten wurden aus angeh\u00e4ufter und gestampfter Erde aufgeschichtet<\/p>\n<p>&#8211; Einige wurden aus einem bestehenden nat\u00fcrlichen H\u00fcgel herausgeformt<\/p>\n<p>&#8211; Nur bei wenigen gibt es unterirdische Anlagen mit G\u00e4ngen und Kammern, doch die sind daf\u00fcr bemerkenswert und wundersch\u00f6n (s. Abb. 14.32 und 14.33)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Erdpyramiden stammen also nicht von einer pr\u00e4historischen Kultur und sind nicht megalithisch. In Xian sind es wirklich Grab-Pyramiden, wie auch fast alle Lehmziegel-Pyramiden in \u00c4gypten (au\u00dfer deren \u201eVorlagen\u201c, die drei gro\u00dfen megalithischen Pyramiden in Giza, die nie Gr\u00e4ber waren). Nach Angaben von chinesischen Arch\u00e4ologen handelt es sich dabei um \u201eGrabh\u00fcgel\u201c von Herrschern der westlichen Han-Dynastie von 206 bis 220 n. C., also w\u00e4ren sie etwa 1800 Jahre alt. Einige chinesische Arch\u00e4ologen sprechen von 2500 bis 3500 Jahren, also 1500 &#8211; 500 v. C., der Zeit der legend\u00e4ren \u201eKaiser der Urzeit\u201c, dann w\u00e4ren sie etwa 2500 bis 3500 Jahre alt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch wie kamen die Chinesen dazu, in diesem Tal pl\u00f6tzlich Pyramiden als Gr\u00e4ber f\u00fcr ihre Kaiserfamilien zu bauen? Zuerst ging ich davon aus, dass es \u00fcberliefertes Wissen war. Vielleicht auch die Inspiration durch die Banpo-Kultur mit ihren Pyramiden-H\u00e4usern, oder durch eine gro\u00dfen Pyramide, die heute nicht mehr steht oder noch nicht entdeckt wurde. Doch dann \u2013 auf der Reise quer durch China entlang der Seidenstra\u00dfe \u2013 von Beginn in Xian bis Taklamakan, und dort von Dunhuang bis nach Hotan, wurde mir ein anderer wahrscheinlicherer Einfluss bewusst. Denn diese Verbindung zwischen den innerasiatischen Gebieten Chinas und Europa hat es nachweisbar seit Beginn der Bronzezeit zwischen 2200 und 800 v. C. gegeben, und diente zuerst vor allem dem Austausch zur Metallgewinnung und -verarbeitung sowie verschiedener Handelsg\u00fcter. Unsere \u00e4ltesten Berichte \u00fcber die Seidenstra\u00dfe stammen aus der griechisch-r\u00f6mischen Antike, wo Herodot um 430 v. C. die Nordroute detailliert beschrieben und alle gr\u00f6\u00dferen Orte mit den Namen und den ans\u00e4ssigen V\u00f6lkern bezeichnete. Etwa ab 300 v. C. ist auch ein direkter Handel zwischen Xian, dem mittleren und nahen Osten mit \u00c4gypten sowie Europa dokumentiert, und damit der Austausch dieser Kulturen (siehe auch Seite 615 und Abb. 14.48). Die erste Pyramide von Kaiser Qian Shi Huang sei ab dem Jahr 246 v. C. erbaut worden, also w\u00e4re es gut m\u00f6glich, dass die Kaufleute und Gesandten des Kaisers ihre Berichte und Zeichnungen aus \u00c4gypten mitbrachten, \u00fcber die imposanten Bauten in Giza und die Grab-Pyramiden der Pharaonenfamilien jener Zeit aus Lehmziegeln. Dies inspirierte m\u00f6glicherweise Kaiser Quian Shi Huang die erste \u2013 und nat\u00fcrlich noch gr\u00f6\u00dfere \u2013 Pyramide nach deren Vorbild und Bauweise erstehen zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Die 3 herausragenden Pyramiden um Xian in 3 verschiedenen Bauweisen:<\/b><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>1. Pyramide von Qian Shi Huang (Qin-Dynastie) aus Lehmziegeln aufgebaut<\/b><\/h3>\n<p>Als erste und gr\u00f6\u00dfte \u201eGrab-Pyramide\u201c gilt die des 1. Kaisers Qin Shi Huang, der China als Land einte und die Qin-Dynastie begr\u00fcndete. Sie liegt im gewaltigen Maosoleum am Fu\u00dfe der Lishan Berge (Qing Ling Shan Mountains), 80 km s\u00fcdwestlich von Xian. Er lie\u00df den Bau gleich nach seiner Thronbesteigung im Jahre 246. v. C. beginnen, im zarten Alter von 13 Jahren. Und zwar im Superlativ, denn mit 354 x 357 m Basisl\u00e4nge und einer gesch\u00e4tzten urspr\u00fcnglichen H\u00f6he von 200 m gilt sie als die gr\u00f6\u00dfte \u201ePyramide\u201c der Welt (Im Vergleich die gro\u00dfe Pyramide in Giza:<\/p>\n<p>230 x 230 m Basis und 147 m H\u00f6he).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend den 36 Jahre dauernden Arbeiten seien teilweise bis zu 700\u2018000 Arbeiter gleichzeitig mit dem Bau besch\u00e4ftigt gewesen, um auf dem mehrere Tausend Quadratmeter gro\u00dfen Areal die Erdpyramide aus Lehmziegeln, die Grabkammer und die unterirdischen Anlagen zu errichten, die etwa 210 v. C. beendet worden seien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b style=\"line-height: 1.5em;\">2. Pyramide von Qian Ling (Tang-Dynastie) aus einem H\u00fcgel geformt<\/b><\/h3>\n<p>Diese Pyramide und Grabanlagen befindet sich am Hang des Berges Liang Shan, 6 Kilometer n\u00f6rdlich der Kreisstadt Qian, 80 km nordwestlich von Xian.<\/p>\n<p>Es ist das Mausoleum des 3. Tang-Kaisers Gaozong (650 &#8211; 683 n. C.) und seiner Gemahlin, der sp\u00e4teren Kaiserin Wu Zetian (684\u2014704, siebte Tochter von Kaiser Zhongzong (Li Xian), die hier im Jahr 684 bzw. 706 beigesetzt wurden. Die \u201ePyramide\u201c wurde jedoch nicht aufgesch\u00fcttet, sondern aus einem bestehenden Bergh\u00fcgel herausgeformt (shaped pyramid), der so auch nicht quadratisch ist und sehr unterschiedliche Basisl\u00e4ngen hat. Das besondere ist die unterirdische Grabkammer des Kaisers, die f\u00fcr das fr\u00fche China untypische orientalische Einfl\u00fcsse aufweist (siehe Abb. 14.32). Von den 18 Tang-Kaisergr\u00e4bern in der Guanzhong-Ebene ist es die einzige Grabanlage, die nicht von Grabr\u00e4ubern gefunden und gepl\u00fcndert wurde. Der riesige Aufgang von fast 2 km L\u00e4nge, mit zwei Bollwerkt\u00fcrmen vor der \u201ePyramide\u201c, wird beidseitig von bis zu 4 m hohen Mensch- und Tierfiguren sowie monolithischen Steins\u00e4ulen ges\u00e4umt. Neben bewaffneten W\u00e4chtern z.B. gefl\u00fcgelte Pferde (Yima), Steinl\u00f6wen (Shishi), sowie die Shusheng-Tafel und die Stele ohne Schrift (Wuzibei).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Pyramide von Prinzessin Yongtai (Tang-Dynastie) aus Erde aufgetragen<\/b><\/h3>\n<p>Prinzessin Yongtai (Huang Ti) war die Enkelin von Kaiser Gaozong und Kaiserin Wu Zetian, und starb 701 n. C. im jungen Alter von 17 Jahren. Im Jahr 706 wurde sie in unmittelbarer N\u00e4he des Qian Ling Mausoleums, mit dem Kaisersohn Duwei Wu Yanjin begraben, dem Neffen von Wu Zetian, der ein Jahr zuvor verstarb (Diese verz\u00f6gerten Beisetzungen waren m\u00f6glich, weil die Leichen mumifiziert wurden).<\/p>\n<p>Yongtais Grab ist von m\u00e4chtigen 3 m hohen Mauern umgeben, die nach den 4 Himmelsrichtungen ausgerichtet wurden, 275 m von Norden nach S\u00fcden und 220 m von Osten nach Westen. Der Pyramiden-H\u00fcgel befindet sich in der Mitte des Mausoleums und ist heute nur noch 14 Meter hoch, mit einer doch beachtlichen Seitenl\u00e4nge von 56 Metern. Vom zur\u00fcckversetzen Eingangsportal im S\u00fcden f\u00fchrt ein 88 Meter langer, fast 4 Meter breiter und 6 m hoher gew\u00f6lbter Gang in eine Vorkammer und dann in die eigentliche Grabkammer. Diese hat mich noch mehr beeindruckt und \u00fcberrascht als die von Kaiser Gaozong, denn sie stimmt fast genau mit der \u00e4gyptischen Bauweise \u00fcberein. Nicht nur die langen G\u00e4nge in den Untergrund der Pyramide, sondern auch die Form der Kammer und vor allem der \u00e4u\u00dfere Sarkophag. Er ist aus schwarzem Basalt und sieht fast gleich aus wie die Korpusse der 24 Sarkophage im Seraph\u00e4um in Sakkara (siehe Seite 93). Auch die Fresken sind au\u00dfergew\u00f6hnlich gut erhalten. Die Ost-und Westseite der Grabkammer sind mit schwarzen Drachen, wei\u00dfen Tigern und einer Ehrenwache bemalt, und die Decke mit astronomischen Darstellungen. Die Ost- und Westw\u00e4nde der Vorkammer sind mit Bildern von wartenden Dienerinnen bemalt. Diese Grabanlage sei bereits in der Fr\u00fchzeit ausgeraubt worden, doch es wurden in den letzten 50 Jahren trotzdem noch mehr als 1\u2018300 Relikte in deren Umfeld ausgegraben, von Gold- und Silbergeschirr, \u00fcber glasierte Grabfiguren bis zu Porzellan-und Kupferwaren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>3. Pyramide von Mao Ling (Han-Dynastie) aus Erde aufgetragen<\/b><\/h3>\n<p>Diese Grabanlage liegt 40 km von Xi\u2018an entfernt beim Dorf Maoling, nord\u00f6stlich der Stadt Xingping. Das Maoling-Mausoleum resp. die Grab-Pyramide des Han-Kaisers Wudi (141 &#8211; 87 v. C.) ist das gr\u00f6\u00dfte der 5 Mausoleen der westlichen Han-Dynastie und wird auch die \u201ePyramide des Ostens\u201c genannt. Der Bau der Grabanlage und der Erdpyramide habe im Jahr 139 v. C. begonnen und 53 Jahre gedauert. Die Grabanlagen war von einem quadratischen fast 6 m breiten Mauerbollwerk umgeben, 431 m von Osten nach Westen und 415 m von Norden nach S\u00fcden. In der Mitte eines jeden Mauerabschnitts befand sich ein Tor aus der jeweiligen Himmelsrichtung. Der Grabh\u00fcgel im Zentrum hat die Form einer stumpfen Pyramide mit der heutigen erodierten H\u00f6he von 46,5 m und einer Seitenl\u00e4nge von rund 217 x 222 m.<\/p>\n<p>Rund um das zentrale Mausoleum von Wudi befinden sich mehr als 20 weitere Gr\u00e4ber seiner Familie, aber auch von seinen Ministern und Gener\u00e4len, z.B. die Grabpyramiden der Gener\u00e4le Huo Qubing, Wei Qing und Jin Midi, die zwischen 1 und 2 km \u00f6stlich vom Grab des Kaisers liegen. Dort befindet sich heute auch das Maoling-Museum, wo prachtvolle St\u00fccke wertvoller Grabbeigaben ausgestellt werden, denn gem\u00e4\u00df den historischen \u00dcberlieferungen soll der Kaiser w\u00e4hrend Jahrzehnten 1\/3 aller Steuereinnahmen f\u00fcr den Bau seines Familien-Mausoleums und deren Grabbeigaben ausgegeben haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Die \u201eWei\u00dfe Pyramide\u201c bei Xian<\/b><\/h3>\n<p>Weltbekannt wurde in den letzten 20 Jahren die sogenannte \u201eWei\u00dfe Pyramide\u201c, die ebenfalls bei Xian stehen soll, obwohl es f\u00fcr daf\u00fcr bis heute noch keine Beweise gibt. Bringen wir also auch etwas Klarheit in diese Legende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>1912<\/b><\/p>\n<p>In mehreren B\u00fcchern und Internetquellen taucht folgende spannende doch undokumentierte Geschichte auf: Im Jahre 1912 seien die beiden australische H\u00e4ndler Fred Meyer Schroder und Oscar Maman in die Provinz Sichuan gereist und h\u00e4tten dort als erste westliche Reisende die \u00fcber hundert Pyramiden entdeckt. Vor allem eine gewaltigen Pyramide habe sie in ihren Bann gezogen. Die beiden Reisenden sch\u00e4tzten die Gr\u00f6\u00dfe auf 1500 Fu\u00df (450 m) an der Basis und etwa 1\u2018000 Fu\u00df (300 m) in der H\u00f6he. Schr\u00f6der habe auch berichtet, dass jede der 4 Seiten der Pyramide eine andere Farbe hatte. Die n\u00f6rdliche sei Schwarz, die \u00f6stliche sei Blau, die s\u00fcdliche sei Rot, die westliche sei Wei\u00df gewesen, und die abgeflachte Spitze der Pyramide sei mit gelbem Boden bedeckt gewesen. Sie fragten den F\u00fchrer des \u00f6rtlichen Klosters nach den Pyramiden, und dieser habe geantwortet, dass ihre ersten Berichte \u00fcber diese Pyramiden vor\u00a0 5\u2018000 Jahren aufgeschrieben wurden (also ca. 3000 v. C.), daher n\u00e4hmen sie an, dass diese noch \u00e4lter seien. Die Australier haben auch berichtet, dass die Pyramiden der Epoche der legend\u00e4ren Kaiser entstammen k\u00f6nnten (1500 &#8211; 500 v. C.), die an die Existenz von au\u00dferirdischen Vorfahren glaubten, und sich selbst als Nachfahren der \u201eS\u00f6hne des Himmels\u201c sahen, die auf \u201eDrachen aus Eisen\u201c auf der Erde gelandet seien. Diese h\u00e4tten auch die erste Pyramide erbaut. Es findet sich jedoch nirgends eine Quellenangabe oder ein Originaldokument, obwohl einige Punkte recht stimmig sind und durchaus zutreffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>1945<\/b><\/p>\n<p>Die heute meist kursierende Geschichte beruht auf einem Bericht von 1945 aus dem 2. Weltkrieg, der bis 1990 weitere 45 Jahre unter Verschluss blieb. Dort fand sich die Aussage des US Air Force Piloten James Gaussmann, die besagt, dass er auf einem Flug von Indien nach China eine gewaltige wei\u00dfe Pyramide gesehen habe. Doch es wurden keine Fotos oder Landkarten in der ge\u00f6ffneten Akte gefunden. Hier die \u00dcbersetzung seiner Originalaussage:<\/p>\n<p>\u201eIch wich einem Berg aus und wir kamen \u00fcber ein ebenes Tal. Direkt unter uns war eine gigantische wei\u00dfe Pyramide. Sie sah wie etwas aus einem M\u00e4rchen aus. Sie war in schimmerndes Wei\u00df eingeh\u00fcllt. Es k\u00f6nnte Metall oder eine Art von Stein gewesen sein. Sie war auf allen Seiten rein wei\u00df. Das Bemerkenswerteste war jedoch die Spitze, ein gro\u00dfes St\u00fcck edelsteinartigen Materials, vielleicht aus Kristall. Es gab keine M\u00f6glichkeit zu landen, obwohl wir das wollten. Wir waren ersch\u00fcttert von der Gr\u00f6\u00dfe des Objektes.\u201c \u00a0 \u00a0\u00a0<sup>(Cathie &#8211; 14.2)<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>1947<\/b><\/p>\n<p>Inzwischen wird jedoch angenommen, dass diese Aussage auf einer anderen Geschichte beruht, n\u00e4mlich auf der von Colonel Maurice Sheahan, einem Direktor der Trans World Airlines, der die Pyramide entdeckt und auch fotografiert hatte. Dar\u00fcber gibt es sogar einen Bericht in der New York Times vom 28.03.1947 und erst noch dieses Foto (siehe Abb. 14.35).<\/p>\n<p>Trotzdem taucht in allen Berichten zu der ersten Geschichte von Gaussmann im Jahr 1945 f\u00e4lschlicherweise dieses Bild von Sheahan aus der zweiten Geschichte von 1947 auf. Doch er war zweifelsfrei der Fotograf, was die Beweisbarkeit von Gauss Aussage massiv reduziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So gibt es inzwischen 4 Thesen zu der \u201eWei\u00dfen Pyramide\u201c:<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass wir Pyramidenforscher in Europa nun seit den 90ern dachten, das Bild geh\u00f6re zu Gauss, und dieses war nat\u00fcrlich die Grundlage f\u00fcr die Forschungsarbeiten, um diese \u201eWei\u00dfe Pyramide\u201c zu orten. Deshalb richten sich diese Thesen weitgehend darauf aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1. Der \u00d6sterreicher Walter Hain ver\u00f6ffentlichte das Foto 1995 erstmals im deutschsprachigen Raum in seinem Buch \u201eDas Marsgesicht\u201c (nachdem es 1986 im Buch \u201eThe Face on Mars\u201c des Australiers Brian Crowley und des amerikanischen Professors J. J. Hurtak erschienen war).<\/p>\n<p>In seinem Buch \u201ePyramiden in China\u201c von 2009 bewies Hain aufgrund der Pyramidenerosion und der Umgebung, dass es die Mao Ling Pyramide ist. Nach meinen Untersuchen und Vergleichen vor Ort kann ich best\u00e4tigen, dass das Foto von Sheahan auf das Mausoleum von MaoLing zutrifft. Doch eben, NICHT auf die Aussage von Gaussmann. Dazu ein Zitat von Hain:<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><em>\u201eIm Jahre 1978 bem\u00fchte sich der neuseel\u00e4ndische Forscher Bruce L. Cathie um eine Kl\u00e4rung des R\u00e4tsels. Nach Korrespondenz mit der chinesischen Botschaft und der US Luftwaffe, konnte er die Aufnahme von 1945 ausfindig machen. Das Foto ver\u00f6ffentlichte er in der Erstausgabe seines Buches \u201eThe Bridge to Infinity\u201c von 1983. Es handelt sich um eine Pyramide mit vier ebenen trapezf\u00f6rmigen Seitenfl\u00e4chen, einem quadratischen Plateau an der Spitze und einer quadratischen Grundfl\u00e4che, \u00e4hnlich wie die Pyramiden in \u00c4gypten und in Mexiko. [&#8230;] Sie sollen n\u00f6rdlich der heutigen Stadt Sian (Xi\u00b4an), am Fu\u00dfe des Flusses Wei-ho zu finden sein &#8211; exakt auf 34,26 Grad n\u00f6rdlicher Breite und 108,52 Grad \u00f6stlicher L\u00e4nge. Diese Angaben waren mir sehr hilfreich, als ich im September 2006 mit \u201eGoogle Earth\u201c nach den Pyramiden in China suchte. [&#8230;] Nach einiger M\u00fche konnte ich dann tats\u00e4chlich mit den Koordinatenangabe von Bruce L. Cathie zwei Pyramiden ausmachen. In der Folge fand ich weitere, mehr als zwanzig kleinere und gr\u00f6\u00dfere Pyramiden. Es sind ganz offensichtlich quadratische Erdpyramiden, von chinesischen Handwerkern vor langer Zeit errichtet. [&#8230;] Bei der \u201eWei\u00dfen Pyramide\u201c muss es sich nicht um ein gewaltiges mystisches Bauwerk handeln. Den Piloten und den Handelsreisenden kann das Maoling-Mausoleum, das eine \u00fcber Google Earth ermittelte Gr\u00f6\u00dfe von ungef\u00e4hr 222 mal 217 Meter an der Basis und eine H\u00f6he von etwa 46 Meter hat, unter dem glei\u00dfenden Sonnenlicht durchaus schimmernd und recht gro\u00df erschienen sein\u201c \u00a0 \u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><em><sup>(Hain &#8211; 14.3)<\/sup><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe diese Koordinaten im Juni 2011 selber mit GPS vor Ort gepr\u00fcft, doch dort standen wie Hain schrieb nur die recht flachen Erdpyramiden. Die Koordinaten von Cathie treffen also f\u00fcr die \u201eWei\u00dfe Pyramide\u201c nicht zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Der Russe Maxim Yakovenko hat in den letzten Jahren publiziert, es sei die Qin Ling Pyramide. Seine Thesen teile ich nicht, bis auf den \u201eshaped mountain\u201c, doch dieser \u201eausgeformte Berg\u201c trifft weder auf das Foto von Sheahan noch auf die Aussagen von Gauss zu. Und obwohl der Berg, der eine n\u00f6rdliche und zwei s\u00fcdliche Spitzen aufweist, offiziell als geologische Erhebung dokumentiert ist, glaubt Yakovenko, dass es sich bei der deutlich h\u00f6heren n\u00f6rdlichen Erhebung um eine k\u00fcnstlich geschaffene Pyramidenspitze handelt. Er beruft sich dabei u.a. auf die Beschreibung der Australier aus dem Jahr 1912, weil der Berg Liang Shan vom Boden aus ebenfalls knapp 300 Meter hoch sei und liefert dazu eine These zu den Farbbeschreibungen von Schr\u00f6der. Die Westseite sei heute noch teilweise mit hellgrauen Steinquadern bedeckt und habe damit wahrscheinlich zum neuzeitlichen Namen der \u201eWei\u00dfe Pyramide\u201c gef\u00fchrt. Dieser Berg sei unabh\u00e4ngig von seiner Bauart eine der h\u00f6chsten Pyramidenbauten weltweit. Dies trifft nicht zu, da es einerseits keine erbaute Pyramide ist, und andererseits hab ich alle 3 Spitzen selber besucht, und auch die n\u00f6rdliche ist nicht aufgebaut sondern aus dem Gestein heraus geformt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Der deutsche Hartwig Hausdorf, der selber als erster schon in den 90ern vor Ort war, kommt in seinem Buch \u201eDie wei\u00dfe Pyramide\u201c zum Schluss, dass sie nicht unter den Pyramiden von Xian steht und noch nicht gefunden wurde. Diese Ansicht teilt auch Erich von D\u00e4niken. Ich ebenso, und ich gehe davon aus, dass Gaussman eher die Pyramide im flacheren Osten Tibets sah, als er von Indien nach China flog, die gem\u00e4\u00df Legenden auch eine kristallene Spitze haben soll (siehe Kailash Seite 151).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4. Viele undokumentierte Quellen im Internet, die sich gegenseitig abschreiben, behaupten jedoch weiter, die \u201eWei\u00dfe Pyramide\u201c stehe in der Region um Xian. Einige sagen im Norden Xians in einem milit\u00e4rischen Sperrbezirk, weil dort eine Raketen-Plattform stehen soll. Dazu gibt es jedoch keine Fakten oder Bilder und auch die Einheimischen wussten nichts \u00fcber sie. Somit bleibt das Geheimnis um die Wei\u00dfe Pyramide ungekl\u00e4rt&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Weitere Pyramiden in China<\/b><\/h2>\n<p>Es gibt erstaunlicherweise noch weitere Pyramiden mit anderen Bauweisen in China, die nicht nur aus Erdreich aufgeschichtet und geformt wurden. Hier 3 Beispiele, die eigentlich fast mehr Aufmerksamkeit verdienen w\u00fcrden als die Erdpyramiden von Xian, da es wirklich aus Steinquadern aufgebaute Stufenpyramiden sind, \u00e4hnlich denen in S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Jian resp. Zangkunchong Stufen-Pyramide (Goguryeo-Dynastie) aus Steinquadern<\/b><\/h3>\n<p>Nahe der Stadt Ji\u2018an, in der Jangxi Provinz im S\u00fcdosten Chinas, liegen 2 Stufenpyramiden allein auf weiter Flur. Die perfekt erhaltene Jian Pyramide wurde aus genau bearbeiteten Steinbl\u00f6cken aufgebaut und enth\u00e4lt eine gro\u00dfe Grabkammer. Die 4 Basisl\u00e4ngen messen pr\u00e4zise 31,60 x 31,60 und die H\u00f6he betr\u00e4gt 12,4 Meter. Sie hat 7 Stufen, die erste aus 4 Steinlagen, alle weiteren aus 3 Steinlagen. Die \u00dcbereinstimmung mit den s\u00fcdamerikanischen Stufenpyramiden ist verbl\u00fcffend. Ebenso einmalig f\u00fcr China sind die 12 Monolithen, die an den untersten Stufen der Au\u00dfenw\u00e4nde angelehnt platziert wurden, der gr\u00f6\u00dfte von ihnen ist 2,7 m breit und 4,5 m hoch. Von diesen 12 sind 4 sogenannte W\u00e4chter-Steine, doch nur der \u201ePaeChong\u201c (Korean. Grab des Vormund) ist noch intakt. Interessant ist wiederum die Tatsache, dass die Pyramide nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet ist, doch die Kopfteile der Steinsarkophage in der Kammer genau auf den mystischen Vulkankraterberg Paektusan (Mt. Paektu) am Horizont ausgerichtet waren, mit seinem sch\u00f6nen Kratersee auf 2500 m H\u00f6he.<\/p>\n<p>Zu den Erbauern gibt es 3 Thesen:<\/p>\n<p>&#8211; Die erste ordnet sie ein in das fr\u00fchere Reich Goguryeo, das eine kurze Zeit lang Korea und Teile Ostchinas beherrschte, als Steinmausoleum des K\u00f6nigs Kwangkaeto des Gro\u00dfen (Gwangaeto 374 &#8211; 413 n. C.). Die in der N\u00e4he gefundene, doch fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rte Steinpyramide, von der fast nur noch die Grundmauern mit fast 40 m Basisl\u00e4nge stehen, wird ihm ebenfalls zugeschrieben und als sein Grabmal bezeichnet.<\/p>\n<p>&#8211; Die zweite besagt, dass die noch stehende Pyramide das Grab des K\u00f6nigs Zangsu (Jangsu) sei und auch zum Namen \u201eZangkunchong\u201c gef\u00fchrt habe. Sie wird auch Juni Ten (Grab des Generals) und \u201ePyramide des Ostens\u201c genannt. Er war der 20. Regent der Goguryeo, dem n\u00f6rdlichsten der drei K\u00f6nigreiche von Korea mit Ji\u2018an als\u00a0 Hauptstadt. \u00dcber K\u00f6nig Jangsu ist auch historisch dokumentiert, dass er im Jahre 413 n. C. mit nur 19 Jahren zum K\u00f6nig gekr\u00f6nt wurde und das Reich bis zu seinem Tod 491 n. C. in seine Gr\u00f6\u00dfe und Bl\u00fctezeit gef\u00fchrt hat, von Korea bis in die Mongolei. Doch woher hatten die Goguryeo das Wissen f\u00fcr den Bau solch perfekter Stufenpyramiden, die es dort auch vorher und nachher nicht mehr gab?<\/p>\n<p>&#8211; Die dritte ordnet die Pyramiden ein in die Kokuryo Zeit, etwa 500 n. C., ohne einen Namen zum Grab des bestatteten Herrschers zu nennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Pyramiden der Xia (Xia-Dynastie) \u00a0<\/b><b>aus Lehmziegeln aufgebaut \u00a0<\/b><\/h3>\n<p>Die Xia-Pyramiden liegen im Westen Chinas, am Osthang des Helan Gebirges, rund 35 Kilometer westlich von Yinchuan, der Hauptstadt der autonomen Region Ningxia Hui. Auf einer Fl\u00e4che von 40 km<sup>2<\/sup> verteilt stehen dort die 9 bis zu 20 m hohen Pyramiden-Mausoleen der kaiserlichen Familien und 207 dokumentierte Steingr\u00e4ber von F\u00fcrsten und hohen Beamten. Seit den Achtzigerjahren haben chinesische Forscher die St\u00e4tten arch\u00e4ologisch untersucht und wissenschaftliche Analysen vorgenommen, doch das pl\u00f6tzliche Erscheinen und Verschwinden der Westlichen Xia Dynastie (auch Tangut Reich genannt, 1038 &#8211; 1227) konnte bisher nicht gekl\u00e4rt werden. Eine These lautet, sie seien von den einfallenden Mongolen unter Dschingis Khan \u00fcberrannt und weitgehend ausgerottet worden. Die besterhaltene Grabpyramide (Mausoleum Nr. 3), wurde bisher als einzige ausgegraben und durchforscht. Sie wurde dem ersten Xia-Kaiser Jingzong zugeschrieben (1003 &#8211; 1048), mit dem geb\u00fcrtigen Namen Li Yuanhao. Die Pyramiden wurden aus Lehmziegeln aufgebaut, und vereinen in der Bauweise Elemente von Pyramiden, Turmkonstruktionen, und traditionellen Tempel-Mausoleen, und die Kammern weisen buddhistische Elemente und Malereien auf, die jedoch auch sp\u00e4ter angebracht worden sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Pyramiden der Xituanshan bei Jiaohe\u00a0<\/b><b>aus Steinen und Erde aufgebaut<\/b><\/h3>\n<p>Die Ruinen von Xituanshan, nahe der Stadt Jiaohe am Rande der Taklamakan-W\u00fcste, wurden im Jahr 1950 ausgegraben, nachdem die Wassererosion die ersten 2 Gr\u00e4ber freilegte (siehe auch versunkene W\u00fcsten-St\u00e4dte auf Seite 594). Die gesamte Anlage erstreckt sich mit 1\u2018000 m L\u00e4nge und 500 m Breite \u00fcber eine Fl\u00e4che von 500.000 m<sup>2<\/sup>. Nach historischen Berichten war es ab 108 v. C. &#8211; 450 n. C. die Hauptstadt des Chesi-Reiches. Doch nun haben chinesische Arch\u00e4ologen im Jahr 2006 bei tieferen Grabungen eine Gruppe von 6 viel \u00e4lteren Gr\u00e4bern entdeckt, die aus der Bronzezeit um 1000 v. C. stammen sollen und damit mindestens 3000 Jahre alt w\u00e4ren, also fast 1000 Jahre \u00e4lter als das Chesi-Reich. Von 5 der pyramidal geformten Bauten sind nur noch teilweise das Fundament und die erste Lage erhalten geblieben, die jedoch ihre urspr\u00fcngliche Form und Dimension erkennen lassen. Das gr\u00f6\u00dfte Pyramiden-Grab wurde eindeutig als Pyramide mit 3 Lagen dokumentiert, die aus Steinen und Erde errichtet wurde. Sie hat einen quadratischen Boden von 50 m L\u00e4nge x 30 m Breite, und eine ovalen Plattform auf der Spitze von 15 m L\u00e4nge x 10 m Breite.<\/p>\n<p>Auf dieser stand ein Steinsarkophag, der durch eine Granitplatte abgedeckt und mit 4 Bildtafeln umgeben war. Der mysteri\u00f6se Sarg und die Pyramidengr\u00e4ber wurden nun \u201edem K\u00f6nig eines fr\u00fcheren Stammes\u201c zugeordnet. F\u00fcr mich ist klar, dass wiederum das legend\u00e4re Sandvolk diese Kernanlage errichtet hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Pyramiden der Hongshan bei Sijiazi\u00a0<\/b><b>aus Steinen und Erde aufgebaut<\/b><\/h3>\n<p>In der autonomen Provinz Innere Mongolei, im Nordosten Chinas, wurde n\u00f6rdlich der Stadt Sijiazi im Aohan County eine 5000 Jahre alte dreistufige Pyramide auf einem pyramidal herausgeformten Berg entdeckt. Sie wurde selbst von den chinesischen Arch\u00e4ologen gleich als erbaute Pyramide anerkannt, und zwar als eine Grabanlage der Hongshan Kultur (4500 &#8211; 2250 v. C.). Die Stufenpyramide sei rund 30 m lang x 15 m breit, und auf der Plattform der Pyramide wurden ein Altar und 7 Gr\u00e4ber gefunden. In diesen lagen neben den Gebeinen in verschiedenen Gruften eine Knochenfl\u00f6te, ein Stein-Ring und die Stein-Statue einer G\u00f6ttin. Die Arch\u00e4ologen entdeckten auch Tonscherben mit kleinen Sternen, die in die Innenw\u00e4nd geritzt waren, und sich ihrer Meinung nach auf das astronomische Verst\u00e4ndnis dieser Fr\u00fchkultur bezogen, oder auf deren Mythologie, zu den Sternen zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Pyramiden in Tibet<\/b><\/h3>\n<p>Zu der\u00a0<a title=\"Pyramiden Tibet\" href=\"https:\/\/www.gaia-vermaechtnis.ch\/2-kailash-tibet-china\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pyramide beim Kailash<\/a>\u00a0und der \u201eWei\u00dfen Pyramide\u201c im Yarlung Tal in der Provinz Tibet (siehe Kailash Seite 151).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies ist ein kurzer Auszug zu diesem Thema aus Buch\u00a0<a href=\"https:\/\/evol-forum.ch\/buecher-und-ebooks\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GAIA VERM\u00c4CHTNIS<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pyramiden in China \u00a0 In China gibt es eine Jahrtausende zur\u00fcckreichende Pyramiden-Kultur, und Sie werden erstaunt dar\u00fcber sein, wie viele und wie gro\u00dfe Pyramiden verschiedenster Art dort allein in den letzten 70 Jahren entdeckt wurden. &nbsp; 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