{"id":29,"date":"2013-11-19T16:35:18","date_gmt":"2013-11-19T14:35:18","guid":{"rendered":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/1-osterinsel-chile\/"},"modified":"2018-07-31T14:56:07","modified_gmt":"2018-07-31T12:56:07","slug":"1-osterinsel-chile","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/1-osterinsel-chile\/","title":{"rendered":"8 &#8211; RAPA NUI (Osterinsel, Chile)"},"content":{"rendered":"<h1>RAPA NUI (Osterinsel, Chile)<\/h1>\n<h1><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>8.2 Kraftort<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Namen<\/b><\/h3>\n<p>&#8211;\u00a0Osterinsel (Isla de Pascua) wurde sie von den spanischen Eroberern genannt.<\/p>\n<p>&#8211; Rapa Nui hei\u00dft die Insel bis heute bei den Bewohnern, die auch sich selbst und ihre Sprache so benennen.<\/p>\n<p>&#8211; Te Pito o Te Henua, \u201eNabel der Welt\u201c ist ein \u00e4lterer Begriff von H\u00e4uptling Hotu Matua aus dem 15. Jahrhundert<\/p>\n<p>&#8211; Makatikerani, \u201eAuge, das den Himmel sieht\u201c, ist ein Name des Urvolkes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Geomantie<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">Dieser Ort tr\u00e4gt einzigartige Energien, die ich mit keinem der anderen 13 Orte vergleichen w\u00fcrde, au\u00dfer Giza.<\/span><\/p>\n<p>Allein schon die Lage dieser kargen Vulkaninsel mitten im Pazifik, in jeder Richtung \u00fcber 3\u2018000 km vom Festland entfernt, l\u00e4sst eine ureigene Energie aus luftig-windiger Weite entstehen, endlos wie sonst nirgendwo. Die Vulkane und Gesteine strahlen dazu im Gegensatz sehr hart und steinig, und doch feurig flie\u00dfend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Kraftpunkt<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">Der Hauptkraftort liegt beim Kraterh\u00fcgel Maunga Puhi nahe Vaitea, als die geographische Mitte der Osterinsel und ebenso Mitte der imagin\u00e4ren Pyramide (Abb. 8.58). Die Energien sind hier extrem bipolar, und ich konnte das Erdmagnetfeld und die Dimensions\u00fcberlappungen so direkt f\u00fchlen wie sonst nur in Giza. Erst Monate sp\u00e4ter las ich, dass eine Expedition von franz\u00f6sischen Wissenschaftlern im Jahr 1964 hier ebenso au\u00dfergew\u00f6hnliche Anomalien des Magnetfeldes gemessen hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Entsprechung Scheitel-Chakra, Geist<\/p>\n<p>&#8211; Farbe Violett<\/p>\n<p>&#8211; Dominierende Elemente Luft und Feuer<\/p>\n<p>&#8211; Entsprechungsort Giza, \u00c4gypten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>8.3\u00a0Haupt-Bauten<\/b><\/h2>\n<p>Die besonderen Wahrzeichen der Osterinsel sind die gewaltigen Ahu Steinplattformen und die monumentalen Moai Steinskulpturen, die auf ihnen stehen und deren R\u00e4tsel bis heute ungel\u00f6st blieb. Denn trotz umfangreicher Erforschungen sind die Erbauer, die Bauzeit und der eigentlicher Zweck immer noch unklar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Moai &#8211; Stein-Skulpturen<\/b><\/h3>\n<p>Ein Moai hei\u00dft eigentlich Moai Maea und bedeutet \u201esteinerne Figur\u201c. Arch\u00e4ologisch gesehen stammen diese Statuen wahrscheinlich aus der Zeit zwischen 500 &#8211; 1700 n. C. Doch deren Alter ist hei\u00df umstritten, weil die wissenschaftlichen Analysen gro\u00dfe Unterschiede von 400 &#8211; 1500 Jahren aufzeigen, und die alternativen und esoterischen Quellen besagen, sie seien 2000 &#8211; 12\u2018000 Jahre alt.<\/p>\n<p>Die akribische Erfassung aller noch vorhandenen Statuen verdanken wir dem deutschen Pater Sebastian Englert, der ab 1937 als Missionar dort lebte und 638 Statuen nummerierte und katalogisierte. Er hat mehrere B\u00fccher geschrieben, darunter das Standardwerk \u201eDie Erde des Hotu Matua\u201c. Doch anhand der Ahu Plattformen und Vergleiche waren es urspr\u00fcnglich \u00fcber 1\u2018000 der kolossalen Steinstatuen.<\/p>\n<p>Auf dem heutigen Ahu stehen nur noch 43 Moai, von denen 12 Skulpturen ab den 80er Jahren aufwendig restauriert wurden.<\/p>\n<p>Die menschen\u00e4hnlichen Figuren sind meist zwischen 6 und 12 m hoch und haben ein Gewicht von 40 -150 Tonnen. Der l\u00e4ngste Moai misst 20,65 m und wird auf 250 Tonnen gesch\u00e4tzt. Doch er liegt noch im Fels am Au\u00dfenhang des Vulkankraters Rano Raraku (siehe Abb. 8.17).<\/p>\n<p>Ihr Machart ist meist \u00e4hnlich, obwohl es auch Ausnahmen gibt. Der \u00fcbergro\u00dfe Kopf\u00a0 macht 1\/3 der gesamten Statue aus und das Gesicht ist recht fein ausgeformt. Die Augen haben Pupillen, die einen direkt anschauen, und einige hatten urspr\u00fcnglich Augeneins\u00e4tze aus wei\u00dfen Korallen. Die Nasen zeigen meist auch die Nasenfl\u00fcgel und Nasenl\u00f6cher. Der Mund ist nicht sehr betont und die Kinnpartie breit und eckig.<\/p>\n<p>Bemerkenswert sind die Ohren, meist \u201eLangohren\u201c mit ihren lang gezogenen Ohrl\u00e4ppchen, teilweise mit einem Ohrpflock, aber auch \u201eKurzohren\u201c, auf deren Unterschiede wir noch eingehen werden (siehe Seite 397).<\/p>\n<p>Diese Steinb\u00fcsten enden fast alle unmittelbar unter dem Bauchnabel, und bei einigen ist noch der Phallus angedeutet.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Unterschiede zwischen den Figuren sind erst auf den zweiten Blick erkennbar, es sind die wechselnden Haltungen der sorgf\u00e4ltig gemei\u00dfelten Arme und H\u00e4nde, die meist den Bauch bedeckenden. Die Moai unterscheiden sich auch beim unterschiedlich geformten Lendenschurz und seinem Knoten am unteren R\u00fccken. Diese gemei\u00dfelten Feinheiten sind jedoch nicht bei allen Figuren erhalten.<\/p>\n<p>Einige der Statuen trugen urspr\u00fcnglich den Pukao, einem zylinderf\u00f6rmigen Kopfaufsatz aus roter Gesteinsschlacke. Auch \u00fcber ihn wird spekuliert, vom Hut, \u00fcber das Kopftuch bis zum Haarknoten. Es sind \u00fcber 100 Pukao-Funde dokumentiert, meist in der N\u00e4he der Moai, doch das ist ein auffallendes Missverh\u00e4ltnis zur Zahl der rund 1\u2018000 Statuen. Ein Vergleich der Ahu zeigte, dass die Pukao bei den kleineren Zeremonialplattformen fehlen, woraus geschlossen wird, dass nur Moais mit einer besonderen Bedeutung ein Pukao trugen.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">Es gibt 3 Thesen dar\u00fcber, was diese Statuen darstellen: <\/span><span style=\"line-height: 1.5em;\">G\u00f6tter, Ahnen oder ber\u00fchmte H\u00e4uptlinge. Gem\u00e4\u00df der Rapa Nui-Legenden sind sie Bindeglieder zwischen unserer und der jenseitigen Welt. Sie standen immer auf einem Ahu, mit dem R\u00fccken zum Meer und dem Blick auf die davor liegenden D\u00f6rfer. Au\u00dfer beim Ahu Akivi, wo die 7 Figuren auf den Pazifik blicken, in Richtung des legend\u00e4ren Hiva (siehe Seite 380).\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Steinbruch am Rano Raraku<\/b><\/h3>\n<p>Der Rano Raraku ist mit seinen stolzen 150 m H\u00f6he ein parasit\u00e4rer Vulkan des Maunga Terevaka. In der 350 x 280 m gro\u00dfen ovalen Rano Raraku-Caldera sammelt sich S\u00fc\u00dfwasser, das seit Urzeiten zur Wasserversorgung der Insulaner \u00fcberlebensnotwendig und damit auch ihre Lebensquelle war. Der S\u00fcdosthang ist stellenweise eingebrochen, sodass eine steile Abbruchkante entstand. Dort liegen die Steinbr\u00fcche und die Produktionsst\u00e4tten, aus denen fast alle Moai herausgetrennt wurden. Sie wurden mit dort gefundenen Obsidian-Mei\u00dfeln und Basalt-H\u00e4mmern (toki), aus dem vulkanischen Tuffgestein gemei\u00dfelt. Thor Heyerdahl hat in Experimenten nachgewiesen, dass es mit diesen archaischen Werkzeugen m\u00f6glich war das Gestein zu bearbeiten, doch nicht wie die Statuen danach herausgetrennt und bewegt werden konnten. Die Produktivit\u00e4t der\u00a0 Bauherren war unglaublich. Denn hier kommen zu den urspr\u00fcnglichen 1\u2018000 Moais nochmals rund 350 Statuen, in allen Stadien der Produktion. Rohlinge, deren R\u00fcckseite noch nicht herausgetrennt wurde, frei liegende die nicht bearbeitet wurden, und fertige Statuen, die zu Dutzenden etwa auf halber H\u00f6he des Hanges stehen und bis zur Brust oder zum Kinn in der Erde stecken. Die Anzahl dieser Statuen l\u00e4sst sich mit der vermuteten \u201eZwischenlagerung\u201c f\u00fcr die sp\u00e4tere Fertigstellung nicht erkl\u00e4ren. Der deutsche Ethnologe Hans Schmidt unterschied bereits 1927 den \u201eAhu-Typus\u201c mit der flachen breiten Basis, vom \u201eRaraku-Typus\u201c mit der keilf\u00f6rmig spitzen Basis, und vermutete richtig, dass gar nie beabsichtigt war, all diese zu den Ahus zu bringen. Daf\u00fcr spricht auch, dass 21 Statuen im Innern der Caldera stehen, also ein Abtransport schier unm\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Die K\u00f6pfe haben fast immer das gleiche Gesicht und Profil, wie wenn sie nach einem Modell gefertigt worden w\u00e4ren. Lange dachte man, sie reichten nicht tief in die Erde, doch als einer ausgegraben wurde, ma\u00df er fast 16 m. In einer Felsnische liegt der gr\u00f6\u00dfte aller Moai, mit der eindrucksvollen L\u00e4nge von 20,65 Metern und gesch\u00e4tzten 250 Tonnen.<\/p>\n<p>Diese Dimensionen erstaunen und es ist bis heute nicht gekl\u00e4rt, wie die Erbauer die Rohlinge aus dem Fels heraus bewegen und in die H\u00e4nge bringen konnten. Eine These besagt, sie seien mit Rollen und Seilen bewegt und herunter gelassen worden, denn noch heute sind L\u00f6cher zu sehen, die zur Verankerung der Holzpfl\u00f6cke gedient haben k\u00f6nnten. Am Hang seien die Statuen dann in die vorbereiteten Gruben gestellt worden, um die Stege am R\u00fccken zu entfernen und die Formen genauer heraus zu mei\u00dfeln. So sind auch die Hunderte von Gruben eine gro\u00dfe bautechnische Herausforderung. Anschlie\u00dfend erfolgte der Transport zum endg\u00fcltigen Standort, dem n\u00e4chsten gro\u00dfen Streitpunkt unter den Forschern. Denn wie konnten die Erbauer diese 40-150 t schweren Moai vom Steinbruch zu den Plattformen an den 3 K\u00fcstenlinien transportieren? In Experimenten hat man die zwei bekanntesten Thesen nachvollzogen, den liegenden Transport mit Rollen auf h\u00f6lzernen Gleisen, und den aufrechten Transport mit Schlitten in einem Holzger\u00fcst. Beide Methoden haben sich als durchf\u00fchrbar erwiesen, so Tausende von Arbeitern zur Verf\u00fcgung standen. Es wurden auch m\u00f6gliche Transportwege gefunden, teilweise geebnete, oder aufgesch\u00fcttete oder stellenweise gepflasterte Abschnitte. Am Bestimmungsort seien die Moais dann auf die Ahus gezogen und dort mit Hilfe der aus Steinen aufgeschichteten Rampen aufgerichtet worden (\u00e4hnlich Stonehenge, siehe Abb. 6.43).<\/p>\n<p>Doch die Legenden der Rapa Nui \u00fcberliefern uns, die Moais h\u00e4tten sich durch den Zauber ihrer Vorfahren im Mondlicht selbst zu ihren Ahus bewegt (siehe Seite 402).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Ahu &#8211; Steinplattformen<\/b><\/h3>\n<p>Die gewaltigen Steinplattformen hei\u00dfen Ahu und sind f\u00fcr mich im Zusammenhang mit Atlantis noch spannender als die Moais, denn ein Teil der Mauerwerke zeigt dieselbe polygonale Bauweise wie wir sie in Giza und Peru finden (Abb. 5.14-18).<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Zeremonialplattformen finden wir auf vielen Polynesischen Inseln, Hawaii, Tahiti, Bora Bora, den Marquesas und den Cookinseln, was die These der Besiedlung von Westen her st\u00fctzt. Derselbe Begriff Ahu wird auch auf den Marquesas, dem Tuamotu- und den Australinseln verwendet, doch nur f\u00fcr die erh\u00f6hte Plattform als Abschluss eines rechteckigen Marae (Zeremonialplatzes). Auf Rapa Nui sind mit Ahu die gesamten Zeremonialanlagen gemeint, die entlang der K\u00fcste innerhalb von 500 Metern zur Gezeitenlinie liegen. Denn nur 7 der 255 heute bekannten Ahu stehen im Inselinnern, davon 164 mit und 91 ohne Moai-Statuen.<\/p>\n<p>Ein Ahu war und ist f\u00fcr die Insulaner immer eine Zeremonialst\u00e4tte, eine im Bau und den Statuen manifestierte geistige Verbindung zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt ihrer G\u00f6tter und Vorfahren. Wie auf Mururoa\/Tahiti verleihen die Ahus den Menschen eine hohe spirituelle Verbindung und Kraft (Mana) sowie eine Unantastbarkeit gegen\u00fcber Feinden und b\u00f6sen Geistern (Tapu). Es sind grunds\u00e4tzlich streng spirituelle und zeremonielle St\u00e4tten, doch die Vorpl\u00e4tze wurden auch f\u00fcr rituelle Feste und politische Versammlungen genutzt.<\/p>\n<p>Bautechnisch gesehen sind es mehrstufige\u00a0 rampenf\u00f6rmige Steinaufschichtungen, mit meterhohen Au\u00dfenmauern zur K\u00fcstenseite, die viel massiver und genauer ausgef\u00fchrt wurden als die anderen 3 Seitenmauern, was zu der These f\u00fchrt, dass diese nachtr\u00e4glich angebaut worden sind.<\/p>\n<p>Bei einigen Ahu, z. B. Tahira Vinapu, finden wir gewaltige Megalithmauern, die aus gro\u00dfen, perfekt bearbeiteten und m\u00f6rtellos zusammengef\u00fcgten Bl\u00f6cken erbaut wurden, bei denen nicht mal eine Rasierklinge zwischen die Steine geschoben werden kann (wie wir es aus Giza und Peru kennen, siehe Abb. 8.21-24). Bei den meisten einfacheren Anlagen wurden lediglich viel kleinere und unbehauene Natursteine verwendet. Der eingefasste geebnete Bereich enth\u00e4lt einen Vorplatz, eine ansteigende mit Poro (Rollkieseln) gepflasterten Rampe, und eine erh\u00f6hte rechteckigen Plattform. Fast alle dieser altar\u00e4hnlichen Plattformen haben zudem gemeinsam, dass sie genau auf den Sonnenaufgang zur Sommer- und Winter-Sonnenwende sowie die Tag- und Nachtgleichen im Fr\u00fchjahr und Herbst ausgerichtet sind. Das beweist, dass auch diese Ureinwohner bereits erstaunliche astronomische Kenntnisse besa\u00dfen, wie an fast allen Hauptkraftorten der Erde.<\/p>\n<p>164 der 255 Ahu Plattformen dienten als Fundamente f\u00fcr die kolossalen Moai und mussten bei mehreren Statuen, wie z.B. dem Ahu Tongariki mit 15 Figuren, Gewichte von Hunderten von Tonnen tragen k\u00f6nnen. Auf der Oberseite dieser Plattformen wurden tonnenschwere zylindrisch geformte Fundamentsteine eingelassen, auf denen die Moai perfekt aufgerichtet und nur mit kleineren Steinen verkeilt wurden. Sie blickten auf die davor liegende Ansiedlung, mit dem R\u00fccken zum Meer, denn der typische Ahu der Osterinsel lag zwischen einem Dorf und der K\u00fcste. Man geht heute davon aus, dass jede Sippe eine eigene Anlage errichtet hatte. Dabei gab es eine klare Rangfolge, die den Abstand der Wohnh\u00e4user zum Ahu bestimmte, und die streng hierarchische Gesellschaft widerspiegelte. Katherine Routledge, die die Osterinsel zur Zeit des Ersten Weltkrieges vor 1920 besuchte, ordnete in ihrem Buch \u201eThe Mystery of Easter Island\u201c die Ahus nach ihrer Art der Errichtung und der Ausstattung in 4 Typen. Ihre Ordnung ist bis heute g\u00fcltig, obwohl einige Forscher Untergliederungen vorgenommen haben:<\/p>\n<p>&#8211; Rechteckige Ahu (rectangular ahu) <span style=\"line-height: 1.5em;\">ohne Moai Statuen<\/span><\/p>\n<p>&#8211; Ahu mit Statuen (image hau),\u00a0aus einer mit Steinen verblendeten, erh\u00f6hten Plattform, die im Innern mit Erde und Ger\u00f6ll aufgef\u00fcllt ist<\/p>\n<p>&#8211; Pyramidenartige Ahu (semi-pyramidal ahu), aus unbearbeiteten Steinen in Form einer flachen mehrstufigen Stufenpyramide errichtet, ohne Statuen<\/p>\n<p>&#8211; Ahu Poe Poe, auch ohne Statuen,\u00a0<span style=\"line-height: 1.5em;\">mit der spitzovalen Grundform wie die Kanus oder Pangea-H\u00e4user (Abb. 8.46)<\/span><\/p>\n<p>Nach neueren Thesen werden die beiden letzten Typen auch als Ossuarien f\u00fcr einen Totenkult betrachtet. Dies weil bei arch\u00e4ologischen Grabungen in den 80er und 90er Jahren in einigen der Ahu-Vorpl\u00e4tze (nicht in den Megalith-Kernen) kleine Kammern mit Knochenresten gefunden wurden, die dort nach der Verwesung der Toten auf dem Vorplatz als Zweitbestattung eingesetzt worden seien. Diese k\u00f6nnen jedoch viel sp\u00e4ter dort begraben worden sein, wie wir es z.B. auch aus Stonehenge kennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmerkung:<\/p>\n<p>Ich teile ihre Ansicht, dass es auch hier mehrere Baustufen zu unterscheiden gilt. Routledge sieht den einfach gebauten, rechteckigen Ahu ohne Statuen als die \u00e4lteste und den Ahu Poe Poe als die j\u00fcngste Form. Doch ich sehe die Megalithmauern als erste Baustufe, dann die mit den Moai und die pyramidalen Formen, und zuletzt die rechteckigen und spitzovalen Ahus ohne Figuren, die im Vergleich auch viel primitiver sind. Es erscheint wieder wie der Versuch der Nachfahren, die urspr\u00fcnglichen Megalith-Anlagen nachzubauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies ist ein kurzer Auszug zu diesem Thema aus Buch\u00a0<a href=\"https:\/\/evol-forum.ch\/buecher-und-ebooks\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GAIA VERM\u00c4CHTNIS<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>8. RAPA NUI, Osterinsel (Chile)<\/b><\/h2>\n<p>8.1 Landschaft 363<\/p>\n<p>&#8211; Geografie 363<\/p>\n<p>&#8211; Geologie 364<\/p>\n<p>&#8211; Klima 366<\/p>\n<p>&#8211; Vegetation 367<\/p>\n<p>8.2 Kraftort 369<\/p>\n<p>&#8211; Namen 369<\/p>\n<p>&#8211; Geomantie 369<\/p>\n<p>8.3 Bauten 370<\/p>\n<p>&#8211; Haupt-Bauten 370<\/p>\n<p>&#8211; Unterirdische Bauten 386<\/p>\n<p>&#8211; Andere Bauten in der Region 388<\/p>\n<p>&#8211; Tempel-Bauten 392<\/p>\n<p>8.4 Geschichte 392<\/p>\n<p>&#8211; Historische Geschichte 393<\/p>\n<p>&#8211; Funde 396<\/p>\n<p>&#8211; Pr\u00e4historische Geschichte 396<\/p>\n<p>&#8211; Erbauer und V\u00f6lker 396<\/p>\n<p>&#8211; Urspr\u00fcnglicher Zweck 398<\/p>\n<p>&#8211; Legenden und Mythen 400<\/p>\n<p>8.5 Geist 402<\/p>\n<p>&#8211; Religionen und Gottheiten 402<\/p>\n<p>&#8211; Spiritualit\u00e4t und Durchgaben 405<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RAPA NUI (Osterinsel, Chile) &nbsp; 8.2 Kraftort &nbsp; Namen &#8211;\u00a0Osterinsel (Isla de Pascua) wurde sie von den spanischen Eroberern genannt. &#8211; 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