{"id":694,"date":"2014-06-01T19:13:25","date_gmt":"2014-06-01T17:13:25","guid":{"rendered":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/?page_id=694"},"modified":"2018-07-31T12:00:01","modified_gmt":"2018-07-31T10:00:01","slug":"das-wissen-der-alten-kulturen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/das-wissen-der-alten-kulturen\/","title":{"rendered":"Das Wissen der alten Kulturen"},"content":{"rendered":"<h1><b>Die Sch\u00f6pfungsberichte der Bibel, der Hindu und Veden, des Islam und Buddhismus<\/b><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Sch\u00f6pfung der Bibel, AT Altes Testament<\/b><\/h2>\n<p><b>(f\u00fcr Judentum, Christentum und Islam)<\/b><\/p>\n<p>In der Genesis 1,1 &#8211; 2,4 wird das bekannte Sch\u00f6pfungswerk in 6 Tagen beschrieben (Genesis 1,31 und Exodus 20,11).<\/p>\n<p>Am Ende des 2. Tages wird aus dem Abend und Morgen der n\u00e4chste Tag, wo dann vor allem die Erschaffung des Universums beschrieben wird. Der Mensch wird am 6. Tag erschaffen, da ihm eine besondere Bedeutung zu kommt. Da er als letztes Lebewesen und als ein Ebenbild aus der Matrix der Gottheit geschaffen wurde, w\u00e4re er eigentlich der H\u00fcter und Bewahrer der Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Auszug Genesis aus der Zwingli-Bibel:<\/b><\/p>\n<p>\u201e1 Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.<\/p>\n<p>2 Die Erde war aber w\u00fcst und \u00f6de, und Finsternis lag auf der Urflut, und der Geist Gottes schwebte \u00fcber den Wassern.<\/p>\n<p>3 Und Gott sprach:<\/p>\n<p>Es werde Licht! Und es ward Licht.<\/p>\n<p>4 Und Gott sah, dass das Licht gut war, Gott schied das Licht von der Finsternis.<\/p>\n<p>5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es ward Abend und ward Morgen: ein erster Tag.<\/p>\n<p>6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser voneinander! Und es geschah also.<\/p>\n<p>7 Gott machte die Feste und schied die Wasser unter der Feste von den Wassern \u00fcber der Feste.<\/p>\n<p>8 Und Gott nannte die Feste Himmel.<\/p>\n<p>Und es ward Abend und ward Morgen:<\/p>\n<p>ein zweiter Tag.<\/p>\n<p>9 Und Gott sprach: Das Wasser unter dem Himmel sammle sich an einem Ort, dass das Trockene sichtbar werde. Und es geschah also.<\/p>\n<p>10 Und Gott nannte das Trockene Land, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.<\/p>\n<p>11 Und Gott sprach: Die Erde lasse sprossen junges Gr\u00fcn: Kraut, das Samen tr\u00e4gt, und Fruchtb\u00e4ume, die nach ihrer Art Fr\u00fcchte tragen auf der Erde, in denen ihr Same ist! Und es geschah also.<\/p>\n<p>12 Die Erde lie\u00df sprossen junges Gr\u00fcn: Kraut, das Samen tr\u00e4gt nach seiner Art, und B\u00e4ume, die Fr\u00fcchte tragen, in denen ihr Same ist, je nach ihrer Art.<\/p>\n<p>Und Gott sah, dass es gut war.<\/p>\n<p>13 Und es ward Abend und Morgen:<\/p>\n<p>ein dritter Tag.<\/p>\n<p>14 Und Gott sprach: Es sollen Lichter werden an der Feste des Himmels, Tag und Nacht zu scheiden, und sie sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung von Zeiten, Tagen und Jahren,<\/p>\n<p>15 und sie seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie auf die Erde leuchten! Und es geschah also.<\/p>\n<p>16 Gott machte die zwei gro\u00dfen Lichter: das gr\u00f6\u00dfere Licht, dass es den Tag beherrsche, und das kleinere Licht, dass es die Nacht beherrsche, dazu auch die Sterne.<\/p>\n<p>17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie auf die Erde leuchten<\/p>\n<p>18 und Tag und Nacht beherrschen und Licht und Finsternis scheiden.<\/p>\n<p>Und Gott sah, dass es gut war.<\/p>\n<p>19 Und es ward Abend und ward Morgen: ein vierter Tag.<\/p>\n<p>20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebenden Wesen, und V\u00f6gel sollen fliegen \u00fcber der Erde an der Feste des Himmels! Und es geschah also.<\/p>\n<p>21 Gott schuf die gro\u00dfen Seetiere und alles, was da lebt und webt, wovon das Wasser wimmelt, und alle gefl\u00fcgelten Tiere, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.<\/p>\n<p>22 Und Gott segnete sie und sprach:<\/p>\n<p>Seid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Wasser des Meeres, und die V\u00f6gel sollen sich mehren auf der Erde!<\/p>\n<p>23 Und es ward Abend und ward Morgen: ein f\u00fcnfter Tag.<\/p>\n<p>24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebende Wesen: Vieh, kriechende Tiere und Wild des Feldes, ein jegliches nach seiner Art! Und es geschah also.<\/p>\n<p>25 Gott machte alle die verschiedenen Arten des Wildes und des Viehs und alles dessen, was auf dem Erdboden kriecht. Und Gott sah, dass es gut war.<\/p>\n<p>26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen nach unserm Bilde, uns \u00e4hnlich; die sollen herrschen \u00fcber die Fische im Meer und die V\u00f6gel des Himmels, \u00fcber das Vieh und alles Wild des Feldes und \u00fcber alles Kriechende, das auf der Erde sich regt.<\/p>\n<p>27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie.<\/p>\n<p>28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde und machet sie euch Untertan, und herrschet \u00fcber die Fische im Meer und die V\u00f6gel des Himmels, \u00fcber das Vieh und alle Tiere, die auf der Erde sich regen!<\/p>\n<p>29 Und Gott sprach: Sieh, ich gebe euch alles Kraut, das Samen tr\u00e4gt, auf der ganzen Erde und alle B\u00e4ume, an denen samenhaltige Fr\u00fcchte sind; das soll eure Speise sein.<\/p>\n<p>30 Aber allen Tieren der Erde, und allen V\u00f6geln des Himmels und allem, was sich regt auf der Erde, was Lebensodem in sich hat, gebe ich alles Gras und Kraut zur Nahrung. Und es geschah also.<\/p>\n<p>31 Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Es ward Abend und ward Morgen: der sechste Tag.<\/p>\n<p>2. 1 Also wurden vollendet der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer.<\/p>\n<p>2 Und Gott vollendete am siebenten Tage sein Werk, das er gemacht hatte und er ruhte am siebenten Tage von all seinem Werke das er gemacht hatte.<\/p>\n<p>3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn; denn an ihm hat Gott geruht von all seinem Werke, das er geschaffen und vollbracht hat.<\/p>\n<p>4 Dies ist die Entstehung des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden.\u201c<\/p>\n<p>(Z\u00fcrcher Bibel &#8211; III.1)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Islam<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Koran findet sich die Sch\u00f6pfungsgeschichte des AT in mehreren Abschnitten. Diese erg\u00e4nzen und wiederholen sich gegenseitig. Dazu kurze Ausz\u00fcge:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e32,3 Gott ist es, der in sechs Tagen Himmel und Erde schuf, und was zwischen ihnen, und sich dann auf seinen Thron setzte. Keinen Besch\u00fctzer habt ihr ausser ihm und keinen F\u00fcrsprecher. Wollt ihr nicht eingedenk sein?<\/p>\n<p>32,4 Er leitet den Befehl vom Himmel zur Erde, dann steigt alles zu ihm empor am Tag, dessen L\u00e4nge tausend Jahre misst, deren ihr z\u00e4hlet.<\/p>\n<p>32,5 Er ist auch Wisser des Verborgenen und des Sichtbaren, der Allgewaltige, der Allbarmherzige.<\/p>\n<p>32,6 Der sch\u00f6n gemacht alle Dinge, die er geschaffen, der die Sch\u00f6pfung des Menschen aus Ton hervorgebracht.\u201c<\/p>\n<p><sup>(Koran &#8211; III.2)\u00a0<\/sup><\/p>\n<p>Das Verborgene meint die Geistige und das Sichtbare die Materielle Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Hinduismus<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Hinduismus sieht die Welt in entstehenden und vergehen Zyklen, die in ewigen abwechselnden Perioden der kosmischen Manifestation und Nicht-Manifestation weitergehen. Jede Periode soll dabei ein Tag und eine Nacht der Sch\u00f6pfergottheit Brahman sein, und entspricht jeweils einem Yuga-Zyklus von 26\u2018000 Jahren. So steht z.B. im 8. Gesang der \u201eBhagavad Gita\u201c:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e8,17 Nach menschlicher Zeitrechnung ergeben eintausend Zeitalter zusammengenommen die Dauer eines Tages im Leben Brahmas. Und ebensolange w\u00e4hrt seine Nacht. 8,18 Zu Beginn von Brahmas Tag werden alle Lebewesen aus dem unmanifestierten Zustand manifestiert, und wenn danach die Nacht anbricht, gehen sie wieder in das Unmanifestierte ein.<\/p>\n<p>8,19 Immer wenn Brahmas Tag anbricht, treten alle Lebewesen ins Dasein, und wenn Brahmas Nacht hereinbricht, werden sie hilflos wieder vernichtet.\u201c<\/p>\n<p>(Bhagavad-Gita &#8211; III.3)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Unsichtbare meint wieder die Geistige und das Sichtbare die Materielle Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und im \u201eSrimad Bhagavatam\u201c steht:<\/p>\n<p>\u201eKrsna ist Ursprung aller Inkarnationen [&#8230;]<\/p>\n<p>1 Suta sagte: Am Anfang der Sch\u00f6pfung erweiterte sich der Herr zuerst in die universale Form der purusa-Inkarnation und manifestierte alle Bestandteile f\u00fcr die materielle Sch\u00f6pfung. Dabei entstanden zuerst die sechzehn Prinzipien materieller Aktion, damit das materielle Universum erschaffen werden konnte.\u201c<\/p>\n<p>(Srimad Bhagavatam &#8211; III.4)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie Sch\u00f6pfung der universalen Form [&#8230;]<\/p>\n<p>4 Als die dreiundzwanzig Hauptelemente durch den Willen des H\u00f6chsten in Bewegung gesetzt wurden, trat die gigantische universale Form, der visva-rupa-K\u00f6rper des Herrn, ins Dasein. [&#8230;]<\/p>\n<p>5 Als der Herr durch Seinen vollst\u00e4ndigen Bestandteil in die Elemente der universalen Sch\u00f6pfung einging, wandelten sich diese zu der gigantischen Form, in der alle Planetensysteme und alle beweglichen und unbeweglichen Sch\u00f6pfungen ruhen.\u201c<\/p>\n<p>(Srimad Bhagavatam &#8211; III.5)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Veda<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch in den Veden ist die Erschaffung der materiellen Welt kein einmaliger Vorgang, Sch\u00f6pfung und Aufl\u00f6sung sind sich ewig wiederholende Zyklen. Sie unterscheiden richtig zwischen der Sch\u00f6pfung Brahmas (geistige Welt) und der Manifestation der materiellen Elemente (materielle Welt).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDer H\u00f6chste Herr in Seiner Erweiterung als Maha-Visnu manifestiert zuerst aus Seiner maya-sakti (\u201eSchattenenergie\u201c) pradhana (die drei gunas sattva, rajas, tamas im unmanifestierten Zustand). Daraus gehen &#8211; angeregt durch den Zeitfaktor (der Blick des Herrn) &#8211; die drei gunas (Erscheinungsweisen der materiellen Natur &#8211; sattva, rajas, tamas) und dann das mahat-tattva, die unmanifestierte Gesamtheit der materiellen Elemente, hervor. Daraus werden die 24 Elemente des K\u00f6rpers und des Universums als Umwandlungen erzeugt: ahankara (das falsche Ego, aus dem die materiellen Bestandteile, materielles Wissen und materielle T\u00e4tigkeiten hervorgehen), manas (Geist), buddhi (Intelligenz), avyakta (der unmanifestierte Zustand von prakrti, der materiellen Natur), die 5 tanmatras (Sinnesobjekte), die 5 wissenserwerbenden Sinne, die 5 Arbeitssinne und die 5 mahabhutas (gro\u00dfen Elemente &#8211; Raum, Luft, Feuer, Wasser, Erde).<\/p>\n<p>Als erstes wird ahankara manifestiert. Aus dem falschen Ego in tamo-guna gehen die 5 mahabhutas hervor; aus dem falschen Ego in rajo-guna gehen die 5 Sinne mit ihren 5 Objekten (Klang, Ber\u00fchrung, Form, Geschmack, Geruch) hervor.\u201c<\/p>\n<p>(Sena Srikanta &#8211; III.6)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Buddhismus<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gautama Buddha verneinte weder die Sch\u00f6pfung der Welt oder der Seele durch eine Sch\u00f6pfergottheit, noch best\u00e4tigte er sie. Die Vorstellung einer wie auch immer gearteten\u00a0 Sch\u00f6pfergottheit, sei es eine Wesenheit oder ein abstraktes Prinzip, wird im Buddhismus letztlich ausgeblendet oder nur nebens\u00e4chlich behandelt. Gautama Buddha selbst erkl\u00e4rte es so, dass die Besch\u00e4ftigung mit diesen f\u00fcr den Menschen unergr\u00fcndlichen Fragen im jetzigen religi\u00f6sen Leben und Handeln keinen direkten Erkenntnisgewinn oder Fortschritt bringe. Er richtete bekanntlich das ganze Bewusstsein auf die Erkenntnis und die Entwicklung im Hier und Jetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><b>Sch\u00f6pfungsberichte alter Kulturen, Griechenland, \u00c4gypten, Amerika\u00a0<\/b><b>und Pazifik<\/b><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Griechisch-Hellenische Sch\u00f6pfung<\/b><\/h2>\n<p>Gem\u00e4\u00df der ber\u00fchmten und erstaunlich treffenden Theogonie von Hesiod stand am Anfang das Chaos (die Leere) und das Pneuma (der Geist). Aus ihnen entstanden dann durch Eros (Liebe) das Sonnensystem, Helios (Sonne) und Gaia (Erde).<\/p>\n<p>\u00c4gyptische Sch\u00f6pfungsmythen (Afrika)<\/p>\n<p>In den alt\u00e4gyptischen Kultzentren Heliopolis, Hermopolis und Memphis wurden 3 \u00e4hnliche und doch unterschiedliche Sch\u00f6pfungsmythen \u00fcberliefert:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie Priester der Stadt Heliopolis, dem Hauptzentrum des Sonnenkultes, richteten die Sch\u00f6pfungsgeschichte ganz auf den Sonnengott Atum als Vater der G\u00f6tter aus. Er und acht seiner Nachkommen bildeten die Neunheit von Heliopolis. Im Moment der Sch\u00f6pfung soll Atum, der Selbstentstandene, aus der Urflut geboren worden sein. Durch seine Sch\u00f6pfungskraft erhob sich aus dem Urgew\u00e4sser ein H\u00fcgel (Urh\u00fcgel, vgl. auch Benben), so dass Atum das erste Land betreten konnte. Daraufhin sei er zur Quelle aller weiteren Sch\u00f6pfungen geworden. Er brachte aus seinen K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten seine 2 Kinder Schu, den Gott der Luft, und Tefnut, die G\u00f6ttin der Feuchtigkeit, hervor. Dieses Paar wiederum gebar eigene Kinder, Geb, den Gott der Erde, und Nut, die G\u00f6ttin des Himmels. Diese ersten 3 Generationen stellen in der Enneade die Grundelemente der Sch\u00f6pfung dar. Geb und Nut zeugten die Urenkel des Atum, die Gottheiten Osiris und Isis und das Paar Seth und Nephthys, die im Sch\u00f6pfungsmythos das fruchtbare Nilschwemmland und die umgebende W\u00fcste repr\u00e4sentieren. [&#8230;]<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu steht der \u00e4ltere Sch\u00f6pfungsmythos der Stadt Hermopolis. Dieser sieht als Ursprung der Sch\u00f6pfung acht Urg\u00f6tter, die Ogdoade von Hermopolis (griech. Achtheit). Diese Achtheit besteht aus vier Paaren von je einer m\u00e4nnlichen und einer weiblichen Gottheit, die jeweils ein Element der Sch\u00f6pfung symbolisierten. Nun und Naunet stellten das Urgew\u00e4sser dar, Huh und Hauhet die Endlosigkeit des Raums, Kuk und Kauket die Urfinsternis. Das vierte Paar wurde mehrfach ausgetauscht, bestand aber ab dem Neuen Reich in Amun und Amaunet, die die Unsichtbarkeit und die Luft symbolisierten. Diese Gottheiten waren nach dem hermopolitanischen Sch\u00f6pfungsmythos die M\u00fctter und V\u00e4ter des Sonnengottes. Dieser habe das Licht in die Welt und damit den Beginn aller Sch\u00f6pfungen gebracht. [&#8230;]<\/p>\n<p>Die Memphitische Theologie stellte den Stadtgott Ptah, den Gott der Handwerker und Baumeister, ins Zentrum des Sch\u00f6pfungsmythos. Sie verweist auf den heliopolitanischen Mythos, wandelt ihn jedoch dahingehend ab, dass der Gott Ptah dem Sonnengott vorausgehe und diesen durch seine Zunge und sein Herz geschaffen habe [entsprechend dem \u201eEs werde Licht\u201c der Bibel]. Die Memphitische Theologie ist die fr\u00fcheste bekannteste Theologie, die auf dem Prinzip des Logos beruht: der Sch\u00f6pfung durch das Wort und die Rede\u201c<\/p>\n<p>(Wikipedia &#8211; III.7)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Sch\u00f6pfung der Quich\u00e9-Maya (S\u00fcdamerika)<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erstaunlich ist auch dieser Sch\u00f6pfungsmythos der Maya, der sogar die wissenschaftliche Ursuppe beschreibt und eine Sch\u00f6pfertrinit\u00e4t:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDies ist der Bericht, wie alles aufgeh\u00e4ngt war, alles in Ruhe und still. Alles unbeweglich, ruhig und leer die Ausdehnung des Himmels. Das ist der erste Bericht, die erste Betrachtung. Es gab noch keine Menschen, kein Tier, keine V\u00f6gel, keine Fische, keine Krebse, keine B\u00e4ume, keine Steine, keine H\u00f6hlen, keine Schluchten, weder Gr\u00e4ser noch W\u00e4lder; nur der Himmel existierte. Das Antlitz der Erde war nicht sichtbar. Es gab nur das stille Meer. Und den Himmel, in all seiner Gr\u00f6\u00dfe. Es gab nichts, was aufrecht stand, nur das ruhige Wasser, das sanftm\u00fctige Meer, allein und ruhig. Es war nichts mit Leben erf\u00fcllt. Es gab nur Unbeweglichkeit und Stille in der Dunkelheit, in der Nacht. Nur der Creador (Sch\u00f6pfer), der Formador (Gestalter), Tepeu, Gucumatz, die Progenitores (Erzeuger) waren im Wasser, umgeben von Helligkeit. Sie waren versteckt unter gr\u00fcnen und blauen Federn. Deswegen nennt man sie Gucumatz. Von gro\u00dfer Weisheit und gro\u00dfer Denkkraft ist ihre Natur. (Ihre Natur ist die der gro\u00dfen Weisen und gro\u00dfen Denker.) Auf diese Weise gab es den Himmel und auch das (Coraz\u00f3n del Cielo) Herz des Himmels, denn dies war der Name Gottes. So wurde es erz\u00e4hlt. Dann kam hierher das Wort, Tepeu und Gucumatz kamen zusammen, in der Dunkelheit, in der Nacht und sprachen miteinander. [&#8230;] Sie besprachen sich, beratschlagten miteinander und dachten nach, sie kamen \u00fcberein, fassten ihre W\u00f6rter und Gedanken zusammen. Und so stellte sich mit Klarheit heraus, w\u00e4hrend sie nachdachten, dass bei Tagesanbruch der Mensch erscheinen sollte.<\/p>\n<p>So beschlossen sie die Sch\u00f6pfung und das Wachstum der B\u00e4ume und des Geb\u00fcsches, die Geburt des Lebens und die Erschaffung des Menschen. So wurde es in der Finsternis und in der Nacht vom Coraz\u00f3n del Cielo (Herz des Himmels), der Hurac\u00e1n hei\u00dft, beschlossen.<\/p>\n<p>Der erste hei\u00dft Calculh\u00e1-Hurac\u00e1n. Der zweite ist Chipi-Calculh\u00e1. Der dritte Rax\u00e1-Calculh\u00e1. Diese drei sind das Coraz\u00f3n del Cielo. Es trafen sich Tepeu und Gucumatz und verhandelten \u00fcber das Leben und das Licht. Wie man es anstellt, dass es hell wird und der Tag anbricht und wer es sein soll, der Lebensmittel herzustellen vermag und f\u00fcr den Unterhalt sorgt. So soll es sein! Auf dass die Leere gef\u00fcllt wird! Dass das Wasser sich zur\u00fcckzieht und den Raum freigibt! So sprachen sie. Dass die Erde auftauchen kann und sich festigt! So sprachen sie. Dass es im Himmel und auf der Erde hell werde und der Tag anbricht. Es wird weder Ruhm noch Gr\u00f6\u00dfe in unserer Sch\u00f6pfung und Gestaltung geben, bis dass das menschliche Wesen, der gestaltete Mensch existiert. So sprachen sie. Danach wurde die Erde von ihnen erschaffen. Wahrhaftig, so wurde die Erde erschaffen. &#8211; Erde ! &#8211; sagten sie, und im selben Augenblick wurde sie gemacht. Wie der Nebeldunst, wie die Wolke und wie eine Staubwolke war die Sch\u00f6pfung, als die Berge sich aus dem Wasser erhoben und sofort wuchsen die Berge.\u201c<\/p>\n<p>(Tworuschka &#8211; III.8)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Sch\u00f6pfungsmythos der Hopi (Nordamerika)<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Sch\u00f6pfungsmythos der Hopi (die Friedlichen) beruht ebenso auf Sch\u00f6pfung durch die Gottheit Taiowa:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEs offenbart sich die planvoll gestaltende Sch\u00f6pfergottheit Taiowa. Ein Neffe, S\u00f3tuknang wird von Taiowa mit der grundlegenden Sch\u00f6pfung von Erde, Wasser und Wind beauftragt. S\u00f3tuknang ruft danach die Spinnenfrau hervor, die zwei erste Menschen als Zwillinge, umgeben vom Gewand der Sch\u00f6pfungsweisheit, formt. Der eine Zwilling soll die Erde noch st\u00e4rker festigen, der andere soll durch seine Stimme Ordnung schaffen, indem er als Echo der gesamten Welt Loblieder f\u00fcr den Sch\u00f6pfer ert\u00f6nen l\u00e4sst. Danach halten die beiden von den Polen her die Erde in regelm\u00e4\u00dfiger Drehung. Die alte Spinnenfrau (sie ist eine wichtige Figur in der Mythologie nicht nur der V\u00f6lker des S\u00fcdwestens der USA) erschafft nun vier weitere Menschen: gelb, rot, wei\u00df, schwarz. Vier verschiedenfarbige Lichter offenbaren dabei als Mysterium der Sch\u00f6pfung den Atem des Lebens und die W\u00e4rme der Liebe. Weithin erklingt ein gro\u00dfes Sch\u00f6pfungslied. Nun erhalten die Menschen &#8211; viele sind es inzwischen &#8211; als letzte Gabe die unterschiedlichen Sprachen, die sie aber nicht als Grundlage f\u00fcr Zerw\u00fcrfnisse nutzen sollen. Ihre Aufgabe ist vielmehr, in Harmonie miteinander zu leben und den Sch\u00f6pfer Taiowa zu ehren.\u201c<\/p>\n<p>(Steinwege &amp; F\u00f6rst &#8211; III.9)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Sch\u00f6pfung der Irokesen (Nordamerika)<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Sch\u00f6pfungsmythos der Irokesen ist f\u00fcr mich das Besondere, dass die Himmelsfrau als weiblicher Teil der Gottheit erscheint und die Trennung oder der Fall der Seelen beschrieben wird:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDiese Ur-Frau, urspr\u00fcnglich in einer oberen (der unseren \u00e4hnlichen) Welt als Frau des eifers\u00fcchtigen himmlischen H\u00e4uptlings lebend, st\u00fcrzte in einen unheimlichen Abgrund, in dessen Tiefe die Fluten des Anfangs wogten. Dank hilfreicher Gesch\u00f6pfe &#8211; Wasserv\u00f6gel fingen die Frau auf, Wassertiere holten Erde aus der Tiefe und h\u00e4uften sie als Insel \u00fcber eine Schildkr\u00f6te &#8211; konnte die Himmelsfrau auf der sich weitenden Insel die Lebenswelt der Indianer mit Pflanzen und Tieren erschaffen. Sie wurde zur gro\u00dfen, von vielen St\u00e4mmen als heilig verehrten Erd-Mutter.\u201c<\/p>\n<p>(Steinwege &amp; F\u00f6rst &#8211; III.10)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Maori Sch\u00f6pfung (Neuseeland)<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den Maori ist es Io der alles hervorbringt, indem er es ausspricht. Auch er schwebt am Anfang \u00fcber dem Wasser und formt die Materie durch seinen Geist:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eVor aller Zeit weilte Io &#8211; der Ewige und Allwissende &#8211; im unendlichen, unermesslichen Luftraum. Es existierte \u00fcberhaupt noch nichts, und alles war in tiefe Finsternis geh\u00fcllt und von Wasser zugedeckt. Io ist ein sprechender Gott, der alles hervorbringt, indem er es ausspricht. Das Licht erschuf er dadurch, dass er zur Finsternis sagte: \u201eFinsternis, werde Licht besitzende Finsternis!\u201c Sofort entstand Licht. Dann sagte er zum Licht: \u201eLicht, werde Finsternis besitzendes Licht!\u201c Da kehrte die Finsternis zur\u00fcck, und Io trennte sie vom Licht, die Nacht vom Tag. Io sprach ein drittes Mal: \u201eLasst es oben und unten dunkel sein. Und lasst das Licht oben und unten sein. Aber das gl\u00e4nzende Licht soll die Herrschaft haben. Auf diese Weise gewinnt das Licht die Herrschaft \u00fcber die Dunkelheit.\u201c Gott Io sah sich das Wasser an und befahl ihm, sich zu sammeln. Und den Himmeln befahl er, sich aufzurichten. Schlie\u00dflich wurde die Erde sichtbar.\u201c<\/p>\n<p>(Tworuschka &#8211; III.11)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Urzeitsch\u00f6pfung Aborigines (Australien)\u00a0<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Sch\u00f6pfung der Aborigines, die heute noch telepathische F\u00e4higkeiten nutzen, beruhen auf der Traumzeit. Sie wussten also, dass es bereits eine geistige Welt gab, aus der sich auch die materielle Welt manifestierte. Sie hat auch Elemente des Buddhismus mit der Reinkarnation, und des Hinduismus mit den Tagen und N\u00e4chten der Gottheit, die aus deren Sicht einen Zyklus von 26\u2018000 Erdenjahren entspricht:<\/p>\n<p>\u201eAustraliens Ureinwohner, die Aborigines, kennen eine Ur-Zeit als Traum-, als Sch\u00f6pfungszeit. Himmel und Erde sind, von einer unsichtbaren Energie geschaffen, bereits da. Ein Gott Altjira wird zum Sch\u00f6pfer der Menschen, denen er sich im Traum offenbart. Wichtig sind die Ahnen. Sie durchwandern die Welt, ehe ihre Kraft in die Erde eingeht und sie zu heiligen H\u00fcgeln, B\u00e4umen, Quellen werden. An solchen Orten kommen die Menschen tanzend und singend zusammen, Altjira und die Ahnen zu verehren. Sie wissen von der Gegenwart als von Tagen, die im Traum zu ihnen sprechen. Sie wissen von einer offenen, stets traumhaft sich wiederholenden Zukunft. Denn: In allen Zeremonien setzt die Sch\u00f6pfung sich unabl\u00e4ssig fort. Nichts verschwindet. Alles lebt weiter.\u201c<\/p>\n<p>(Steinwege &amp; F\u00f6rst &#8211; III.12)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit jeher wurden Mutter Erde und Vater Sonne also verehrt, bis zu den \u00e4gyptischen und griechischen Hochkulturen um die Zeitenwende. Denn GAIA und RA erm\u00f6glichen das Leben an sich und n\u00e4hren alle Lebewesen. Die Urv\u00f6lker hatten also noch die richtige Verbindung und Einstellung und ehrten die Natur als g\u00f6ttliche Sch\u00f6pfung. Sie werden heute von den meisten \u201eim gebildeten Westen\u201c sowie den Darwinisten bel\u00e4chelt, als naive, unwissende oder gar dumme Naturv\u00f6lker und Vorfahren, die eben noch keine \u201eWissenschaft\u201c kannten.<\/p>\n<p>Doch das trifft nicht zu bei den \u00e4gyptischen und griechischen Hochkulturen, auf denen viele unserer bis heute g\u00fcltigen Grundlagen und Wissenschaften beruhen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies ist ein kurzer Auszug zu diesem Thema aus Buch\u00a0<a href=\"https:\/\/evol-forum.ch\/buecher-und-ebooks\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GAIA VERM\u00c4CHTNIS<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sch\u00f6pfungsberichte der Bibel, der Hindu und Veden, des Islam und Buddhismus &nbsp; &nbsp; Sch\u00f6pfung der Bibel, AT Altes Testament (f\u00fcr Judentum, Christentum und Islam) In der Genesis 1,1 &#8211; 2,4 wird das bekannte Sch\u00f6pfungswerk in 6 Tagen beschrieben (Genesis 1,31 und Exodus 20,11). 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