{"id":712,"date":"2014-06-01T19:20:58","date_gmt":"2014-06-01T17:20:58","guid":{"rendered":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/?page_id=712"},"modified":"2018-07-31T12:16:29","modified_gmt":"2018-07-31T10:16:29","slug":"magnetische-linien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evol-forum.ch\/gaia\/magnetische-linien\/","title":{"rendered":"Magnetische Linien"},"content":{"rendered":"<h1><b>Die magnetischen Linien, das\u00a0<\/b><b>Magnetfeld und die Polwanderung<\/b><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das elektromagnetische Gitter ist im Gegensatz zu den geomantischen Gittern lebensnotwendig, denn es h\u00e4lt auch das Magnetfeld aller Lebensformen aufrecht. Es sch\u00fctzt uns vor sch\u00e4dlicher Strahlung aus dem Weltall und zu viel magnetischer Spannung bei Sonnenst\u00fcrmen, denn seine Magnetosph\u00e4re schirmt uns ab von den geladenen Partikeln des Sonnenwindes. Die Magnetfeldlinien selbst, die das Magnetfeld erzeugen, sind gerade, doch der Partikelpfad verl\u00e4uft spiralf\u00f6rmig um diese Linien. Die Feldlinien treten kreisf\u00f6rmig aus dem S\u00fcdpol aus und durch den Nordpol wieder ein. Nahe der Erdoberfl\u00e4che \u00e4hnelt das erzeugte Feld dem eines magnetischen Dipols, das ist ein bipolares Kreisfeld in der Form einer Helix, einer liegenden 8, die aus 2 Kugeln geformt wird. Im Erdmantel ver\u00e4ndert sich die Form des Magnetfeldes zu einem Quadrupolfeld und im Erdinnern zu einem Multipolfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Antrieb aus dem Geodynamo<\/b><\/h3>\n<p>Die Entstehung des Erdmagnetfeldes als Geodynamo ist bis heute umstritten. Einig ist man sich nur, dass im \u00e4u\u00dferlichen Erdmagnetfeld ein Energiepotential von rund 1018 Joule gespeichert sei (1 J x 2,778 kWh = 2\u2018828 Kilowattstunden), und die Energie im inneren Feld der Erde um 2 Gr\u00f6\u00dfenordnungen h\u00f6her liegen muss, (5\u2018656 Kilowattstunden).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Entstehung von planetaren Magnetfeldern m\u00fcssen in deren Kern folgende Voraussetzungen gegeben sein um einen Geodynamo zu erzeugen:<\/p>\n<p>Es muss eine starke Energiequelle vorhanden sein, damit das fl\u00fcssige Material im Erdkern durch die Mitf\u00fchrung einer Str\u00f6mung (Konvektion) \u00fcberhaupt bewegt werden kann. Der Erdkern ist unglaublich hei\u00df, wissenschaftliche Sch\u00e4tzungen gehen bis zu 5.000 \u00b0C, das bedeutet so hei\u00df wie die Sonnenoberfl\u00e4che. Die urspr\u00fcngliche Energiequelle war ja auch die thermische Energie aus der solaren Vergangenheit der Erde. Das hei\u00dfe, fl\u00fcssige doch weniger dichte Eisen im Erdkern steigt dann zum Mantel auf, wo es einen Teil seiner W\u00e4rme abgibt und wieder absinkt.<\/p>\n<p>Der Planet muss rotieren, denn so werden die Konvektionsstr\u00f6me im Erdinneren durch ihre eigene Tr\u00e4gheit (Corioliskraft) in eine Schraubenbahn gebracht. Diese Konvektionsstr\u00f6me im \u00e4u\u00dferen Erdkern (fl\u00fcssiges Eisen mit dem 6fachen Mondvolumen), die durch den gro\u00dfen Temperaturunterschied zwischen dem Erdkern und dem Erdmantel aufrechterhalten werden, erzeugen dann das eigentliche Magnetfeld. Denn durch das dynamo-elektrische Prinzip wird durch die Bewegung der elektrisch leitf\u00e4higen Schmelze in einem Ausgangsmagnetfeld ein elektrischer Strom erzeugt, der seinerseits ein st\u00e4rkeres Magnetfeld aufbaut, daher spricht man von einem Geodynamo. Die Flie\u00dfbewegung im 3000 km m\u00e4chtigen Erdkern betr\u00e4gt zwar nur wenige Meter pro Jahr, und gen\u00fcgt doch um dieses Dipolmoment aufzubauen.<\/p>\n<p>Es muss zudem eine gro\u00dfe Menge einer elektrisch leitenden Fl\u00fcssigkeit vorhanden sein und diese Voraussetzung erf\u00fcllt die Erde mit dem fl\u00fcssigen \u00e4u\u00dferen Erdkern. Er ist stark eisenhaltig und umschlie\u00dft den inneren festen Kern aus nahezu reinem Eisen. Dadurch sind diese Materialien dort zwar nicht magnetisch, doch sie speichern durch ihre polare Bewegung die Energie wie eine bipolare Batterie und erhalten das Magnetfeld. Zudem m\u00fcssen sie auch ionisiert sein, was durch die enormen Temperaturen im Erdkern erzeugt wird, und so l\u00e4uft der Geodynamo wie ein perpetuum mobile, das sich selber mit Energie versorgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Abnahme des Magnetfelds<\/b><\/h3>\n<p>Die Spannung des Magnetfeldes hat in den letzten 200 Jahren drastisch abgenommen. Seit den Messungen aus dem Jahre 1830 hat sich die St\u00e4rke um fast 10 % verringert, allein in den letzten 100 Jahren um etwa 6 %. Die Messdaten des deutschen Forschungssatelliten \u201eChamp\u201c belegten ebenso, dass das Magnetfeld ab 1979 um fast 2 % abgenommen hat. Der gr\u00f6\u00dfte Schwund wurde \u00fcber dem S\u00fcdatlantik gemessen, denn dort hat sich das Magnetfeld allein in den letzten 20 Jahren um rund 10 % abgeschw\u00e4cht. Diese gewaltig schnelle Abnahme des Magnetfeldes konnte wissenschaftlich bisher nicht erkl\u00e4rt werden, denn selbst wenn der Geodynamo sofort ausfallen w\u00fcrde, w\u00fcrde sich das Erdmagnetfeld viel langsamer abbauen, nach theoretischen Berechnungen \u00fcber einen Zeitraum von 10\u2018000 Jahren.<\/p>\n<p>Ein schw\u00e4cheres Magnetfeld hat f\u00fcr die Erde und das Magnetfeld um jedes Lebewesen ernste Folgen, die wir nicht sogleich erkennen oder f\u00fchlen k\u00f6nnen. Doch unsere Hightech-Ger\u00e4te reagieren darauf unmittelbar, denn die \u00dcbertragung von digitalen Daten, Fernseh- und Radioprogrammen sowie Telefongespr\u00e4chen \u00fcber Fernmeldesatelliten wurde viel anf\u00e4lliger f\u00fcr St\u00f6rungen. Immer wieder legen Teilchenstr\u00f6me von Sonnenst\u00fcrmen den Funkverkehr lahm und setzen Satelliten und Radarsysteme au\u00dfer Funktion.<\/p>\n<p>Dieser R\u00fcckgang des Magnetfeldes ist auch die Ursache daf\u00fcr, dass immer mehr Walfischherden stranden und Zugvogelschw\u00e4rme weit von ihren Jahrtausende alten Routen abkommen, denn diese Tiere orientieren sich an den magnetischen Linien, die sich abschw\u00e4chen und verschieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Polwanderung und Polspr\u00fcnge<\/b><\/h3>\n<p>In den letzten Jahren wurde beobachtet, dass sich die magnetischen Pole mit zunehmender Geschwindigkeit von ihren Positionen weg bewegen. Es wird vermutet, dass sich das Erdmagnetfeld momentan umpolt und ein Gegenfeld aufbaut, welches das Erdmagnetfeld viel schneller als bisher angenommen zum Erliegen bringen wird. Simulationsrechnungen zeigen, dass es zyklisch zu solchen chaotischen St\u00f6rungen kommt, die zu einer Umpolung des Magnetfeldes und damit zu einem Polsprung f\u00fchren k\u00f6nnen (siehe Seite 662).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies ist ein kurzer Auszug zu diesem Thema aus Buch\u00a0<a href=\"https:\/\/evol-forum.ch\/buecher-und-ebooks\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GAIA VERM\u00c4CHTNIS<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die magnetischen Linien, das\u00a0Magnetfeld und die Polwanderung &nbsp; Das elektromagnetische Gitter ist im Gegensatz zu den geomantischen Gittern lebensnotwendig, denn es h\u00e4lt auch das Magnetfeld aller Lebensformen aufrecht. 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